Einkaufslexikon

Fachbegriffe

Über 250 aktuelle Fachbegriffe aus dem
Supply Chain Management mit Schwerpunkten aus dem Einkauf, der Logistik und dem Vertrieb

Autoren:
Bernd Dürring
Ralf Weidelich
Bernhard Riffner

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ABC-Analyse

Aufteilung der zu erfüllenden Aufgaben in die Bereiche A (sehr wichtig), B (mittel wichtig) und C (geringere Wichtigkeit). Im Einkauf wird die ABC-Analyse unter anderem eingesetzt um die einzukaufenden Güter und Dienstleistungen nach Ihren Werten zu ordnen.
Grundsätzliche Aussage: A-Arbeitseinsatz (Engagement, Zeit- und Planungsaufwand) für A-Produkte. (Bitte in diesem Zusammenhang auch D-Teile beachten!).

Abrufauftrag

Der Einkauf eines Unternehmens bestellt Güter und Dienstleistungen auf Abruf. Das bedeutet, das der genaue Liefertermin erst im Bedarfsfall bekanntgegeben wird. Hierbei sollte immer definiert werden, welche Zeit zwischen Bedarfsmeldung, also der Kundenaktivität und Lieferung, der Lieferantenaktivität benötigt wird (siehe Pufferlager / Abruflager). Ein Vertrag auf Abruf hat eine oder in der Regel mehrere Lieferungen zur Folge.


Absatzmarkt

Bezeichnet man den Bereich indem ein Unternehmen seine Produkte und Dienstleistungen anbietet, bzw. anbieten möchte. Unternehmen können oft aufgrund des eigenen, unter Umständen eingeschränkten Vertriebsnetzes die „wahre“ Größe des Absatzmarktes nicht richtig einschätzen, bzw. dieses auch nicht richtig bearbeiten.


Absatzplanung

Voraussichtliche Verkaufszahlen für einen bestimmten Zeitraum, basierend auf Erfahrungswerte, Wirtschaftsprognosen und Umsatzzielen.

AGB-Allgemeine Geschäftsbedingungen

Vorformulierte Vertragsbedingungen, die Bestandteil des Vertrages werden. Da in der Regel der Auftraggeber (Einkäufer) und der Auftragnehmer (Lieferant) unterschiedliche AGB ‘s verwenden, entsteht eine juristische Grauzone bezüglich der Gültigkeit der entsprechenden allgemeinen Geschäftsbedingungen. Persönliche Vereinbarungen haben immer Vorrang vor den AGB‘s. 
Hinweis: Zumindest bei wichtigen Verträgen sollte die Wirksamkeit der allgemeinen Geschäftsbedingungen verhandelt und vertraglich, am besten in schriftlicher Form, fixiert worden sein.


AGB-Rechtsvorschriften

Die gesetzlichen Regelungen, welche auch die Wirksamkeit von gewissen Klauseln grundsätzlich ausschließen, finden Sie im BGB §§305-3

Anfrage

Medium des Einkaufs um Marktinformationen zu erhalten. Die Gestaltung der Anfrage sollte vollständig und so eindeutig sein, dass ein Nachfragen seitens des Lieferanten unterbleibt. Im Sinne einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den entsprechenden Zulieferern kann angegeben werden, ob der Anfrage ein konkreter Bedarf zugrunde liegt oder ob die Anfrage reinen Informationszwecken dient.


Angebotsprüfung

Bei der Angebotsprüfung sollten Preis, Termin, Qualität, Konditionen, sowie die geografische Lage hinsichtlich der Transportart, Entfernung und Zollvorteile geprüft werden.


Arbeitsabläufe/Prozesse

Zusammenhängende, auch bereichsübergreifende Aufgaben zum Erreichen eines bestimmten Zieles.

Arbeitsanweisung

Festlegung der Tätigkeiten eines Arbeitsplatzes/einer Stelle und Beschreibung der Verfahrensweisen wie diese Aufgaben zu erledigen sind. Arbeitsanweisungen sind ein Medium der Personalführung und erleichtern die Einarbeitung und die Kontrolle,
Führung, Leitung der Mitarbeiter.

Arbeitsplatzsicherung

Niedrige Herstellkosten, gute Qualität, hohe Umsätze und Gewinne sollen Mitarbeiter mit viel Engagement, Einsatzwillen und angemessenem Gehalt umsetzten. Der ständige Kampf um Marktanteile und Kunden steht in direktem Verhältnis zu dem Konkurrenzverhalten der Mitarbeiter. Daher sollten sich in jeder Firma alle Mitarbeiterebenen vom Arbeiter bis zum Topmanager als Mitglied einer Mannschaft, eines Teams sehen.

Arbeitsredundanzen

Doppelte Arbeiten und falsche Steuerungsprozesse verursachen Kosten, verzögern die Auslieferung der Produkte an die Kunden und demotivieren die Mitarbeiter. Eine Analyse der Arbeitsabläufe verhindert Mehrarbeit verkürzt die Materialdurchlaufzeit, erhöht die Qualität und die Kundenzufriedenheit.


Assimilieren von „new comern“

Als “new comer” werden Unternehmen mit einer neuartigen Verkaufsidee bezeichnet. Diese drängen auf den Markt und werden von diesem, sofern sich die Geschäftsidee als lohnend erweist assimiliert (eingebunden).

Ausfallzeit/-grad

Zeitraum, indem ein Arbeitsplatz wegen einer Störung nicht zur Verfügung steht. Gradmessung in % eines vorgegebenen Zeitraums.


Ausgabe

Eine Ausgabe im betriebswirtschaftlichen Sinne vermindert das Netto-Geldvermögen.
(siehe Geldvermögen)

Baisse

Sinken des allgemeinen Preisniveaus für gewisse Rohstoffe/Produktarten (Stahl) oder Geldanlagen (Aktien).


baka-yoke

Bedeutet jap. wörtlich Übersetzt: Narrensicherheit! Ein Prozess oder ein Arbeitsplatz wird gemäß der baka-yoke Strategie so eingerichtet und ausgestattet, das Fehler aufgrund von Unwissenheit und Nachlässigkeiten nicht vorkommen können!


Balance Score Card (BSC)

Die Balance Score Card wird prinzipiell in vier Dimensionen eingeteilt. Welche Dimensionen von Wichtigkeit sind, entscheidet jedes Unternehmen für sich und seine Struktur, Branche und Anforderung selbst. Dimensionen können die Kunden (Kundendimension), die Finanzen (Finanzdimension), die Prozesse (Prozessdimension) oder die Mitarbeiter (Mitarbeiterdimension) betreffen. Für die Balance Score Card, ein verschärftes Kennzahlensystem, das nicht wie andere lediglich 2 oder 3 Kennzahlen berücksichtigt, sonder etwa 10-15 Kennzahlen einbindet, gibt es eine einzige grundlegende Regelung: Es darf sich keine Dimension, gleich welche Strategie geprüft wird, sich zu lasten einer anderer Dimensionen verschlechtern.
Beispiel: Lagerbestandssenkung <=> Servicegrad/Kundenzufriedenheit

Barcode

Maschinenlesbarer Strichcode erleichtert und beschleunigt das Erfassen von Daten (Artikelnummern, Preisen) und vermeidet Eingabefehler durch Zahlendreher.


Bedarfsarten

Unterschieden werden: Primärbedarf, Sekundärbedarf, Tertiärbedarf, Nettobedarf, Bruttobedarf und Zusatzbedarf.


benchmarking

Vergleich mit dem Besten und der Zielsetzung, so gut, oder besser zu sein, als der Beste. Jedes Unternehmen möchte gerne seine genaue Positionierung am Markt wissen. Allerdings ist es nicht einfach Unternehmen (Branchen) mit vergleichbaren Kriterien zu finden.


Beschaffungsmarkt

Das ist Summe aller Anbieter mit denen eine optimale Versorgung realisiert werden kann. Es ist die große „Spielwiese“ der Einkaufsverantwortlichen von dem aus die Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe, sowie die Handelswaren, Baugruppen und Dienstleistungen beschafft werden können.

Beschaffungsmarktforschung

Jeder Einkaufsverantwortliche sollte seinen Beschaffungsmarkt durch Anfragen, Messebesuche, Fachliteratur, Informationsveranstaltungen usw. erforschen und wissen wo, was, wann verfügbar ist und wieviel es kostet. Die Beschaffungsmarktforschung führt zu einer absoluten Markttransparenz und ermöglicht somit das Realisieren der kostengünstigsten Versorgung. Aus der Beschaffungsmarktforschung resultierenden Ergebnisse, wie zum Beispiel:
single source, second source, third source, multiple source, modular source oder insourcing, bzw. outsourcing.

Bestandsdifferenzen

Abweichungen zwischen dem Buchbestand und dem körperlichem Bestand führen gegebenenfalls zu Fehlteilsituationen, welche Fehlmengenkosten wie Wagnisse (Wertverluste: Schwund, Verderb oder Diebstahl), Fertigungsunterbrechungen, Konventionalstrafen oder im schlimmsten Fall auch Goodwillverluste (entgangene Kundenaufträge) nach sich ziehen können. Jede Bestanddifferenz zieht außer dem vorhandenen Materialwertverlust Störungen im Fertigungs- und Produktionsprozess nach sich, welche dann weitere Folgekosten verursachen


Bestellbestand

Entspricht den offenen Bestellmengen bei Kauf-, Montage- oder Fertigungsaufträgen von internen oder externer Lieferanten (Lieferpartnern).

Bezugseinheiten (BZE)

Bezeichnen in der Regel Mengeneinheiten, wie Stück, Satz, Paar, Liter, Meter, Rolle, usw!
Die Wahl der falschen Bezugseinheit ist eine häufige Fehlerursache in Unternehmen verschiedenster Branchen und Betriebsgrößen! Ware welche in Fuß eingekauft wird, in Rollen gelagert und in Stück verkauft hat große Chancen bei der Inventur negativ aufzufallen. Eine mangelhafte Datenqualität führt somit zu einer erschwerten Disposition, einem erschwerten Einkaufsprozess und im schlechtesten Fall zu Fehlteilsituationen, die sich wiederum auf andere verschiedene Prozesse, Abteilungen, Arbeitsgänge kostenwirksam auswirkt.


Bluetooth
Dies ist eine Funktechnuk, mit Hilfe, welcher Notebooks, Handys, kabelloser Tastaturen und Funkmäuse, sowie Drucker Daten übertragen können.

Blocklagerung

Die Blocklagerung erzielt mit ca. 90% den höchsten Raumnutzungsgrad. Die Materialien werden bei dieser Lagerungsart vom Boden aus gestapelt. Die Länge, Breite und Höhe eines Raumes wird soweit als möglich ausgenutzt. Raum für Fluchtwege, Feuerlöscher, Heizungen, Deckenbeleuchtung (mindestens 50 cm), Türen, Rangierwege usw. müssen natürlich trotzdem freigehalten werden. Schwierigkeiten treten insbesondere bei der Realisierung von Fifo auf. Es sei denn, es handelt sich um ein von beiden Seiten geöffnetes Lager.

Bonus/Boni

Preisnachlass, der zusätzlich zu Rabatt und Skonto vereinbart werden kann. Der Bonus wird oft in Verbindung mit gewissen Umständen gewährt. Zum Beispiel für Treue (Treuebonus) oder entsprechend erreichten Umsatz (Umsatzbonus).

bossing

Vom Grundsatz her das gleiche wie mobbing. Allerdings mit dem Unterschied, das der Vorgesetzte seine Mitarbeiter/-in ausgrenzt, bzw. absichtlich in einem schlechten „Licht“ erscheinen lässt.

brainstorming

Kreativitätstechnik, mit der eine große Anzahl von Ideen zielgerichtet erarbeitet werden kann. Der Grundsatz lautet: Quantität vor Qualität. Vorgehensweise: Die Teilnehmer (5-7 Personen) äußern sich zu einem vorher festgelegten Thema und entwickeln Vorschläge. Dauer ca. 20 Minuten. Die Vorschläge werden alle notiert und nach Ablauf der Sitzung auf Ihre realisierbarkeit geprüft.

brutto für netto (bfn)

Der Kunde bezahlt für die Verpackung den gleichen Preis, wie für den Inhalt.

Buchbestand

Bezeichnet den in der Lagerbuchführung geführten Lagerbestand (Sollbestand, EDV-Bestand). Es spielt hierbei keine Rolle ob auf konventionelle Lagerkarteikarte oder über EDV-Verwaltung der Lagerbestand fortgeschrieben wird. Alle Zu-, Ab- und Umbuchungen werden berücksichtigt und ergeben einen Bestand der idealerweise dem körperlichen Bestand des Lagers entspricht.


Buchinventur

Nichtkörperliche Bestände, wie Forderungen und Schulden weist man buchhalterisch im Rahmen der Buchinventur nach. Da diese nicht "zählbar" sind, d.h. nicht mengenmäßig erfassbar, ist die Buchinventur eine rein wertmäßige Erfassung des Bestandes, meist aufgrund von Aufzeichnungen.


Bundesverband für Materialwirtschaft und Einkauf (BME)

Mit rund 7000 Mitgliedern (Firmenmitglieder und persönliche Mitglieder) ist der 1969 gegründete Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik der größte Fachverband im deutschsprachigen Raum. Ziel des BME (www.bme.de) ist die Vermittlung von Wissen, die Weiterentwicklung von Erkenntnissen, Verfahren, Methoden und Organisationsformen der Materialwirtschaft. 41 regionale Arbeitskreise mit etwa 400 Veranstaltungen pflegen einen aktiven Erfahrungsaustausch und laden in Ihren Einzugsbereichen zu Fachbeiträgen, Lieferantentage, Diskussionsforen und Betriebsbesichtigungen ein. 
Hinweis: Für Neueinsteiger, Studenten und Teilnehmer/-innen bis 27 Jahren bietet der BME ein Treffen der „joung professionells“ an! Frischer Wind und neue Ideen sollen hier die Einkaufsverantwortlichen inspirieren und zu Problemlösungsfindungen an einen Tisch bringen!

buyer

Englisch-amerikanische Bezeichnung für Käufer bzw. Einkäufer.

Chaotisches Lagerordnungssystem
Siehe Erläuterung Freiplatz Lagerordnungssystem.


Checkliste

Beinhaltet alle Punkte, die bei einem Arbeitsablauf ausgeführt bzw. bei Verhandlungen besprochen werden sollen. Dieses systematische Auflistung ermöglicht eine zügige Durchführung und vermeidet das Vergessen von wichtigen Punkten. Sehr sinnvoll bei Preisgesprächen. (Verhandlungen)


Choleriker

Dieser Typ ist unruhig, aggressiv, reizbar, wechselhaft, impulsiv und aktiv. Weiteres siehe Stichwort: Sozialkompetenz


completely knocked down (CKD)

Ürsprünglich verhängten bestimmte Staaten Strafzölle auf fertig montierte Fahrzeuge, um die eigene landesinterne Wertschöpfungsleistungen zu fördern. Die Fahrzeughersteller waren also gezwungen fertige Fahrzeuge entweder ganz (CKD), oder teilweise (SKD) zurückzubauen um diese anschließend im Empfangsland montieren zu lassen.

Codierung/Kodierung
Alle Waren werden mit einem maschinenlesbaren Informationsträger (Code) versehen. Wareneingang, Materialbewegungen und Verbrauch werden dann mittels eines elektronischen Lesegerätes (Scanner) erfasst. Die Vorteile liegen einmal in der Reduzierung der Personalkosten und in der Absenkung der Fehlerquote. Im Einzelhandel bereits etabliert. (siehe Barcode)


Controlling

Übersetzung: Steuern, lenken, kontrollieren. Das Controlling arbeitet mit Kennzahlen und verdeutlicht wirtschaftliche Prozesse im Zeitvergleich, bei der folgende Ziele erreicht werden sollen:
1. Sofortiges Erkennen und Verbessern von Schwachstellen.
2. Vergleichsmöglichkeit der verschiedenen Abteilungen/Stellen bezüglich Produktivität
 und Wirtschaftlichkeit realisieren. (siehe benchmarking)
3. Plandaten erstellen, um das Unternehmen an die zukünftige Marktentwicklung
 anzupassen.

corperate identety (CI)
Beschreibt die Identität eines Unternehmens. Zeigt Schwerpunkte der eigenen Ziele auf und dient der positiven Darstellung bei den Kunden. Der Ruf des Unternehmens, das Wirken nach außen, steht hier im Vordergrund.


D-Teile
Diese Teile sind dokumentationspflichtig. Im Gegensatz zu den A-Teilen sind diese in der Regel recht preisgünstig (Schraube)! Da aber eine Schraube unter Umständen maßgeblichen Einfluss auf die Sicherheit des Produktes hat, müssen alle Aktionen die auf diese Teile bezogen sind dokumentiert werden! Handlingsfehler sollen so bei einem späteren Schadensfall ausgeschlossen werden!

Datenbank
In einer Datenbank kann je nach Bedarf eine sehr große Mengen an Daten gespeichert und mit Hilfe verschiedenster Abfragemöglichkeiten dem Anwender optimal bereitgestellt werden.
Beispiel: Produktinformationen mit vielen hunderttausenden Artikeln werden dem Bedarfsträger mittels elektronischen Katalogen, schnell und übersichtlich dargestellt und zur Bestellauslösung vorbereitet.

Datenqualität
Jede EDV-Anlage, unabhängig davon wie schnell die Hardware ist, noch wie benutzerfreundlich die Oberfläche gestaltet ist, verwaltet und arbeitet mit Daten für die verschiedensten Bereiche. Dispositionsdaten, Lagerplatz, Wiederbeschaffungszeiten (WBZ), Mengen-, Preis-, Lieferanten- und Kundendaten. Alle zur Verfügung gestellten Daten müssen glaubhaft, gewissenhaft, gepflegt werden. Falsche Daten führen zwangsläufig zu falschen Entscheidungen und Ergebnissen und auch hier wieder zu vermeidbaren Kosten.

Datenrate
Gemessen wird die Datenrate in BIT pro Sekunde. Sie zeigt die größtmögliche Datenmenge, die in einer Sekunde übertragen werden kann. Weitere Maßeinheiten sind “kbps“ (Kilobit pro Sekunde) und „Mbps“ (Megabit pro Sekunde).
Hinweis: Es gilt, je höher die Datenrate, desto besser und schneller die Übertragung, leider aber auch um so teurer!

Deckungsbeitragsrechnung
Aufgliederung des Selbstkosten in fixe und variable Kosten. Somit können sie von einer Preisgestaltung (zum Beispiel bei Angeboten) ausgehen, welche die fixen und variablen Kosten voll abdeckt und noch einen angemessenen Gewinn beinhaltet. Der Teil eines Preises der nach Abzug der variablen Kosten verbleibt, wird Deckungsbeitrag genannt. Er trägt zur Deckung der fixen Kosten und des Gewinnes bei. Die Deckungsbeitragsrechnung definiert den Beginn der Wirtschaftlichkeit ab einem erzielbaren Preis, der die variablen Kosten übersteigt. Im Einkauf kann die Deckungsbeitragsrechnung als Argumentationshilfe für gewünschte Preisreduzierungen verwendet werden. Besonders dann, wenn eine Vielzahl von Anbietern einer geringen Nachfrage gegenüberstehen. In dieser Situation können Preise vereinbart werde, welche die anteiligen fixen Kosten nur teilweise abdecken.

Dezentralisierung
Das bedeutet, das Tätigkeiten und Aufgaben auf mehrere Aufgabenträger verteilen werden.
Beispiel 1-Lager: Statt einem Zentrallager verwaltet jede Filiale seine Lagerbestände selbst.
Vorteil: Jede Filiale hat direkten, zeitnahen Zugriff auf seine Lagerbestände.
Nachteil: Jede Filiale benötigt eine eigene Lagereinrichtung und Flurförderzeuge
Beispiel 2-Einkauf: Statt einem Zentraleinkauf, beschafft jeder Standort eines Unternehmens seine Bedarfe selbst.
Vorteil: Bedarfe werden oft individuell erfüllt.
Nachteil: Höhere Einkaufspreise, da keine Bündelung der einzelner Bedarfe realisiert wird.
Hinweis: In der Praxis ist oftmals eine Mischform der Zentralisierung und Dezentralisierung sinnvoll.
Beispiel 3-Personalabteilung: Die Lohnbuchhaltung wird zentral ausgeführt. Das Einstellen von Leih- und Hilfskräften dezentral.

Dienstvertrag § 611 BGB

Vertragsgrundlage für die Ausführung von Dienstleistungen, bei denen die Zahlung nicht vom Erfolg der Leistung abhängig gemacht werden kann. Der Dienstausführende hat Anspruch auf die vereinbarte Vergütung, auch wenn die Leistung nicht den Vorstellungen des Auftraggebers (Einkäufer) entspricht (§ 614).
Hinweis: Wenn möglich, Leistung und Ergebnis genau definieren und Werkvertrag abschließen.

Digitalisierung
Mittelständische Unternehmen können auch zukünftig mit ihren bewährten Strategien erfolgreich sein. Hierzu müssen sie nur die Digitalisierung für sich nutzen, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

dumpingpreise
Preise, welche weit unter dem Marktniveau liegen. Sie bieten dem Einkäufer die Möglichkeit erhebliche Kostenvorteile zu erzielen. Gründe für Dumpingpreise sind zum Beispiel, das Anbieter Marktanteile gewinnen wollen. Dringend benötigte Devisen in das betreffende Land holen möchten, oder einfach Lagerplätze gewinnen wollen

EAN-Code

Strichcode für Informationen zur Sachnummer, Preis- oder Gruppenkategorie. Mit Lesestift oder Scanner in festen und mobilen Geräten für den Mitarbeiter lesbar.


Ein-, bzw. Auslagerungsstrategien

Hier werden die Strategien: Fifo, Hifo, Lifo unterschieden!


Einkaufsdienstleister 
Übernimmt die gewünschten einkäuferischen Aufgaben der Kunden! Der Kunde 
bestimmt Art und Umfang der Dienstleistung. Der Einkaufsdienstleister realisiert Einkaufskooperationen und strukturiert das Warengruppenmanagement. Er führt die Verhandlungen mit Lieferpartnern, realisiert auf Wunsch Rahmenverträge, Pufferläger oder Konsignationsläger. Der Einkaufsdienstleister stellt anwenderfreundliche e-Kataloge bereit, sorgt für ein kundenorientiertes, prozessoptimiertes Bearbeiten der Aufträge und realisiert so eine 100%ige Versorgungssicherheit zu minimalen Kosten. Aktives, permanentes, ganzheitliches Prozess- und Kostendenken sind wichtige Voraussetzungen des Einkaufsdienstleisters! 
(GEM Gesellschaft für Einkauf und Logistik) 


Einkaufskooperation/Einkaufspool
Einkaufsverantwortliche aus verschiedenen Unternehmen, die ähnliche/gleiche Güter und Dienstleistungen benötigen, fassen ihre Nachfrage- bzw. Bestellmengen zusammen. Die dadurch entstandenen, wesentlich höheren Bedarfsmengen führen zu sinkenden Beschaffungspreisen und erhöhen die Einkaufs- und Verhandlungsmacht.


Einkaufsleiter/-in
Trägt die Gesamtverantwortung dafür, dass die 100%ige Versorgungssicherheit mit geringstmöglichen Kosten realisiert wird. Neben dem Einkaufen sind Planung, Schulung, Motivation, Organisation, Kontrolle und die zielorientierte Führung (siehe human resources) die eigentlichen Tätigkeiten. Je größer der Einkauf, desto weniger wird der Einkaufsleiter, bzw. die Einkaufsleiterin mit dem eigentlichen Einkaufen konfrontiert. Die strategische Entscheidung, sowie das Eingreifen in Sonderfällen steht im Vordergrund und soll dazu führen, dass die Managementaufgabe “Einkaufen“ optimal erfüllt wird.


Einkaufsmarketing
(englisch market = der Markt)
Der weltweite Beschaffungsmarkt (alle potentiellen Lieferanten) sollten im Sinne einer 
langfristig, kostengünstigen Versorgung genutzt werden. Der Einkaufsverantwortliche soll alle positiven Markteinflüsse, wie Preissenkung, neue Materialien, neue Technologien, 
Informationen, Fachwissen, usw. gewinnwirksam in das Unternehmen einbringen und somit alle negativen Markteinflüsse vermeiden. Das Einkaufsmarketing setzt voraus, dass eine vollständige Marktübersicht vorhanden ist. (siehe Beschaffungsmarktforschung).

Einstandspreis

Der Einstandspreis eines Produktes beinhaltet alle Kosten die das Produkt verursacht, bis es den Verfügungsbereich des Kunden, zum Beispiel die Warenannahme erreicht hat. 
Dazu gehören neben dem Produktpreis auch die Fracht- und Verpackungskosten, 
sowie Zölle. Rabatte und Boni minimieren den Einstandspreis.

Einzelkosten
Die Kosten, die dem hergestellten Produkt bzw. der Produktgruppe direkt zugeordnet werden können. Beispiel: Kosten für Fertigungsmaterial. Die nicht direkt zurechenbaren Kosten werden Gemeinkosten genannt.

Eiserner Bestand
Bestandsmenge dient der Sicherheit um außergewöhnliche Bedarfsschwankungen abzufangen und soll nicht angebrochen werden. Dieser Eiserne Bestand soll Beschaffungszeitüberschreitungen ausgleichen und den ordnungsgemäßen Materialfluss gewährleisten. Andere Bezeichnungen hierfür sind der Mindestbestand und der Sicherheitsbestand.


Entfeinung

Alle Eigenschaften, welche für den grundsätzlichen Einsatzzweck eines Gutes nicht notwendig sind, sollen auf ein Mindestmaß reduziert, bzw. ganz gestrichen werden. Relativ einfache Kostensenkung, die jedoch oft auch zu einer reduzierten Qualität führt. Eine enge Zusammenarbeit von Entwicklung, Einkauf, Qualitätssicherung, Fertigung und Vertrieb (zwecks Marktfähigkeit) ist zwingend erforderlich.

Entsorgen
Überschußmaterialien und Abfälle müssen ordnungsgemäß nach Wert- und Reststoffen getrennt, einer Deponie zugeführt werden. Da die Entsorgungsgebühren fast genauso schnell steigen wie die Mülldeponien anwachsen, ist der Kostenfaktor “Entsorgung” nicht mehr zu unterschätzen. Einkäufer die in Ihren Verträgen die Rücknahme von Verpackungen, Altgeräte, usw. festsetzen, tragen durch die eingesparten Kosten zu einem vielleicht entscheidenden Wettbewerbsvorteil bei.


Ersatzteilelager

Ersatzteile müssen über einen langen Zeitraum verfügbar bleiben, daher sollte man ein solches Lager zur besseren Übersicht vom Teilelager (Zentrallager oder Hauptlager) abgrenzen.


Euro

Der Euro (€) ist die Währung der Europäischen Währungsunion (EWWU). Der Euro wurde in Deutschland am 01.01.2002 als Bargeld eingeführt.


Explosionszeichnung

Bezeichnung für die grafische Darstellung eines Produktes, aus der die Anordnung aller Bestandteile am und im Produkt sichtbar wird.


Extranet

Das Extranet besteht aus dem Zusammenschluß mehrerer Intranets (siehe Intranet)
Beispiel: Jede Filiale greift mittels des Extranets auf die verschiedenen Intranets anderer freigegebener Filialen zu.


ex works (EXW)

Ab Werk (weitere Informationen finden Sie unter Incoterms)

free alongside ship (FAS)

Frei Längsseite See- / Binnenschiff (weitere Informationen finden Sie unter Incoterms)


free carrier (FCA)
Frei Frachtführer (weitere Informationen finden Sie unter Incoterms)

Fehleranalyse

Jede Störung, welche die Qualität der Ware verschlechtert, den Lieferzeitpunkt verzögert und eventuell auch den Gewinn schmälert muß in einem Qualitätssicherungssystem erfasst und anschließend behoben werden. Statt mehr zu produzieren und zu verkaufen lohnt sich unter Umständen auch Nacharbeit und Reklamation beim Lieferanten, um die Kosten zu reduzieren. Einen Fehler zu erkennen ist der erste Schritt zur verbesserten Qualität, einen Fehler langfristig, nachhaltig zu beheben, die logische Konsequenz daraus. Eine aufwendige Analyse ohne die Folge der kontinuierlichen Verbesserung, oder des Kaizen-Gedankens, beansprucht Zeit und kostet Geld. Ein schlechtes Betriebsklima mit eventuell auch noch demotivierten Mitarbeitern benötigt kein Unternehmen.

Fehlmengen
Bezeichnet Teile- oder Sachnummern die entweder nicht in der richtigen Art, Menge oder Qualität am richtigen Ort zur geplanten Zeit vorhanden sind. Um Fehlmengen nachzuliefern werden Gedankenstützen in Form von Belegen oder EDV-Merkern eingesetzt. Der Buchbestand wird derweil in den Minusbereich (Reservierungsbestand) gebracht und erst mit Anlieferung der fehlenden Teile wieder ausgeglichen.


Fehlmengenkosten
Zu den Fehlmengenkosten gehören neben den Wagnissen, Kosten für Fertigung-und Montageunterbrechung, Konventionalstrafen und Goodwill-Verluste.

Fehlteileliste, Rückstandsliste

Güter und Dienstleistungen, welche zum vereinbarten Termin nicht geliefert werden, sollen aufgelistet und vom Einkäufer unverzüglich gemahnt werden. Die Fehlteileliste (Rückstandsliste) ist ein wichtiges Arbeitsmittel um eine hohe Versorgungssicherheit zu realisieren. Das Rückfragen der Bedarfsträger ist eine Prozessstörung und für den Einkaufsverantwortlichen und den Bedarfsträger gleichermaßen ärgerlich und unnötig. Daher: Rückstandlisten unverzüglich bearbeiten und dann aggieren statt reagieren!

Fertigungsbreite
Anzahl der Modelle bzw. Produktvarianten, welche ein Unternehmen anbietet. Die Vorteile einer großen Fertigungsbreite liegen eindeutig im Absatzbereich, da damit unterschiedliche Käufergruppen angesprochen und somit ein höherer Umsatz generiert werden kann.

Fertigungstiefe

Wird in Prozent dargestellt und gibt an, welcher Anteil (interne Wertschöpfung) am Gesamtwert in Eigenfertigung realisiert wird. Geringe Fertigungstiefe (zum Beispiel 15%) bedeutet ein hohes Einkaufsvolumen.

Festplatz Lagerordnungssystem

Hier wird jeder Sach-, Teile- oder Artikelnummer (Warensorte) ein starrer Lagerplatz zugeordnet. (siehe Stichpunkt: Lagerordnungssystem). Anwendungskriterium ist vorzugsweise ein großes Sortiment mit kleinen Stückzahlen und geringem Volumen. Vorteil ist neben der Berücksichtigung der Umschlagshäufigkeit, Gewicht, Volumen Abmessungen, Wertigkeit, die nur selten anfallende Lagerplatzaktualisierung. Nachteile sind der nur etwa 60%ige Raumnutzungsgrad und die etwas schwerere Umsetzung der Fifo-Strategie.

first in first out Strategie (fifo)
Regelt eindeutig den Arbeitsablauf bei der Wareneinlagerung und der Warenentnahme.
Es soll dadurch sichergestellt werden, dass das Material durch lange Liegezeiten nicht beschädigt oder verschmutzt wird, durch Änderungen unbrauchbar wird und keine Korrosion entsteht, welche die Verarbeitbarkeit und Verwendungsfähigkeit der Materialien einschränkt. Außerdem müssen die vermeidbaren Kosten für Instandsetzung vermieden werden.
Vorgehensweise: Einzulagerndes Material wird, bevor die Ware ins Lager geliefert wird, vom Wareneingangspersonal, der Qualitätssicherung oder einer anderen Prüfstelle mit dem Lagerdatum versehen. Ist keine ausreichende Kennzeichnung vorhanden, muß diese vom Lagerpersonal vorgenommen werden. Diese Kennzeichnung erfolgt durch einen Warenbegleitschein oder einen Aufkleber der zumindest die Sachnummer und das Datum deutlich erkennen läßt.
Lagerungsvorgang: Die neue Lagerware wird hinter bzw. unter den bereits im Lager befindlichen Teilen der gleichen Artikelnummer bereitgestellt. Anrisspakete sind gesondert zu kennzeichnen. Werden Teile als Schüttgut angeliefert müssen entsprechende Verpackungen (Behältnisse) mit gut lesbarem Datum bereitgestellt werden.

Ausgabevorgang: Beim Kommissionieren der Aufträge ist das Material mit dem ältesten Lagerdatum zuerst aufzubrauchen. Ein praktisches Beispiel für die first in-first out Strategie findet bei jedem Selbst, jeden Tag im eigenen Kühlschrank einer jeden Küche statt. Ziel ist es doch auch hier die Lebensmittel (zum Beispiel: Milch) vor dem Verfallsdatum aufzubrauchen um somit unnötige Kosten zu vermeiden!

Fixkauf
Wenn der Wareneingangstermin für ein Gut oder eine Dienstleistung von entscheidender Bedeutung ist und eine Lieferung zu einem anderen Termin ausgeschlossen ist, soll der Termin mit dem Zusatz “fix “oder “fest“ oder “Achtung Fixtermin“ versehen werden. Gemäß dem HGB §376 kann der Käufer, im Falle einer nicht termingerechten Lieferung, vom Vertrag zurücktreten oder Verzugsschaden geltend machen.

Flächennutzungsgrad

Diese Kennzahl dient der kritischen Überprüfung der Lagerflächennutzung und wird mit der Formel: Flächennutzungsgrad = genutzte Fläche geteilt durch die vorhandene Fläche berechnet.


Förder- und Transpotmittel

Diese werden prinzipiell in stetig Förderer und unstetig Förderer unterschieden.
Beispiel für Stetigförderer: Rollenbahnen, Rutschen, Rohrleitungen
Beispiel für Unstetigförderer: Hebezeuge, Aufzüge, Regalförderzeuge

Frachtführer

Derjenige, der die Güterbeförderung von einem zum anderen Ort selbst durchführt.

Freiplatz – Lagerordnungssystem

Jeder zur verfügungsstehende Lagerplatz kann mit einer Sachnummer (Warensorte) ohne Rücksicht auf Artikelnummer belegt werden. Voraussetzung für dieses Lagersystem ist eine eindeutige Lagerplatzkennzeichnung. (siehe auch Stichpunkt: Lagerordnungssystem)
Vorteile: - Nutzungsgrad der Lagerfläche von ca. 75%
 - Neubelegung des Lagerfaches in kürzester Zeit
 - first in - first out Verfahren leicht umzusetzen.
 - Lagerfachvolumen optimal nutzbar.
Nachteile - erhöhte Datenpflege (Lagerplatzpflege)
 - erhöhtes Fehlerrisiko
 - fehlende Wegoptimierung
 - Einsatz der EDV schwer, bzw. gar nicht vermeidbar!

Funktionale Gliederung des Einkaufs
Aufteilung der Einkaufsverantwortung nach Tätigkeiten. Tätigkeiten sind: Anfragen, Bestellung schreiben, Mahnen, Auftragsbestätigung prüfen, Wareneingang abwickeln. Das heißt, das der betreffende Mitarbeiter immer die selbe Tätigkeit ausführt und dadurch Routine und ein hohes Arbeitstempo erzielt. Diese Aufteilung eignet sich zum Beispiel bei C – Teilen (geringwertigen Gütern), bei denen die Abwicklung im Vordergrund steht.

Funktionen Einkaufen
Die Eigenschaften eines Produktes, bzw. der Zweck den ein Produkt erfüllen muss, sind Funktionen. Der Einkäufer kann nun die Anfrageaktion so gestalten, dass er nicht das vorgegebene Produkt anfragt, sondern die Funktionen definiert und die Anbieter zu Lösungsvorschlägen auffordert.
Beispiel: Der Bedarfsträger wünscht eine Schraube im Sondermaß und Sonderwerkstoff in sehr geringer Stückzahl. Eine Herausforderung an den Einkaufsverantwortlichen, bzw. die Einkaufsverantwortliche. Prinzipiell möchte der Bedarfsträger nicht zwangsläufig diese Schraube, sondern eher eine Möglichkeit eine lösbare Verbindung zweier Produkte zu realisieren! Die Aufgabe des Einkäufers/-in ist es nun verschiedene Lösungsansätze mit Preisvariationen bereitzustellen. (Klettverschluß, Haken, Lösbare Winkelfunktion, usw.)

Funktionen des Lagerhaltungssystems
Folgende Funktionen werden unterschieden:
 - Ausgleichs- und Pufferfunktion
 - Umformungs-, bzw. Produktionsfunktion
 - Sortier- und Sortimentsfunktion
 - Darbietungsfunktion (siehe PoS)
 - Spekulationsfunktion (große Mengen kaufen, in der Erwartung, das die Preise steigen)
 - Entsorgungsfunktion

Gegengeschäfte

Beitrag des Einkaufs zur Absatzsicherung der eigenen Produkte. 
Die Einkaufsverantwortlichen machen Kaufentscheidungen davon abhängig, ob der Zulieferer Güter und Dienstleistungen von bestimmten Unternehmen bezieht, bzw. beziehen wird.


Geldvermögen

Geldvermögen errechnet sich aus: Geldbestand + Forderungen - Schulden


Gemeinkosten

Bezeichnet die Kosten, welche einem hergestellten Produkt oder einer Dienstleistung nicht direkt zurechenbar sind und die durch den Betriebsabrechnungsbogen (BAB) auf die entsprechenden Kostenstellen und Kostenträger verteilt werden.
Beispiel: Materialgemeinkosten (MGK).
Dazu gehören unter anderem die Lagerkosten, Kosten für materialbezogene Kapitalbindung, Schwund, Verderb und innerbetrieblicher Transport.
Allgemeiner Richtwert der Materialgemeinkosten im verarbeitenden Gewerbe beträgt
ca. 10 - 20 % der Materialeinzelkosten.


global positioning system (GPS)

Navigationssysteme greifen mit Hilfe der Satellitentechnik auf dieses Ortungssystem zu!


globel sourcing
Übersetzung: Weltweite Bezugsquellen erschließen. Diese Beschaffungsstrategie soll durch Aufbau eines weltweiten Lieferanten- bzw. Versorgungsnetzes die langfristig kostengünstigste Versorgung sichern. Neben den vielmals bekannten Vorteilen (viele Anbieter, günstige Preise, usw.) gibt es allerdings leider auch nicht zu unterschätzende Nachteile und Risiken. Währungsschwankungen, Zollbestimmungen, Reklamationsprobleme, unter Umständen negative Qualitätsabweichungen, lange Transportwege, lange Lieferzeiten, kulturelle-, politische und/oder klimatische Probleme, um nur einige zu nennen.


Goodwill-Verluste
Entgangene Kundenaufträge. Der Kunde hat den „guten Willen“ verloren, bei seinem Lieferanten einen Auftrag zu platzieren. Es ist anzunehmen, das der Kunde beim letzten Auftrag, nicht den gewünschten Service, bzw. die gewünschte Produktqualität, zum richtigen Zeitpunkt erhalten hat.
Hinweis: Einen „verlorenen“, verärgerten Kunden wieder zu überzeugen und zurückzugewinnen kostet viel Energie, Zeit und Geld.


Grenzkosten
Unter Grenzkosten sind diejenigen Kosten zu verstehen, die für die Produktion einer zusätzlichen Menge entstehen. Werden mit einer Produktionseinheit die gesamten Kosten einschließlich des Gewinnes abgedeckt, muß ein Zusatzauftrag den Stückpreis reduzieren. Begründung: Die Produktion der zusätzlichen Menge verursacht keine zusätzlichen fixen Kosten. Der neue Preis muß lediglich noch die variablen, bzw. die Einzelkosten zuzüglich eines fairen Gewinnes abdecken. (Grenzkostenrechnung)


Großladungsträger
(GLT)
Großladungsträger werden umgangssprachlich kurz als GLT bezeichnet. Desweiteren gibt es Kleinladungsträger (KLT) und Sonderladungsträger (SLT)


Hausse
Steigen der allgemeinen Preiskurve bzw. ansteigenden Preisniveau für bestimmte Güter, Dienstleistungen und Geldanlagen (zum Beispiel: Aktien).

highest in – first out (Hifo)
Das Gut mit dem höchsten Wert muss zuerst verbraucht werden.


Höchstbestand

Der Höchstbestand ist der Bestand, der nicht überschritten werden darf. Er stellt ein Limit für Lagervolumen und Lagerwert darstellen.

human resources (HR)
Menschliche Quellen, menschliche Leistungspotenziale. Das Erschließen der human resources soll dazu führen, daß der Mitarbeiter/-in alle Fähigkeiten, Kenntnisse und eine maximale Leistungsbereitschaft in die Tätigkeit einbringt. Dies soll zu der Erhöhung der Arbeitsproduktivität in qualitativer und quantitativer Hinsicht führen.
Vorteile: Finanzielle Anreize, Übertragung von Verantwortung, Statussymbole und Perspektiven sind nur einige Möglichkeiten, um die human resources positiv, gewinnbringend zu erschließen.

 

Incoterms

Die International Commercial Terms (internationale Handelsbedingungen), herausgegeben vom ICC (Internationale Handelskammer/international Chamber of Commerce) zur Regelung der wesentlichen Lieferkonditionen in internationalen Handelsverträgen sind bei der internationalen Handelskammer im Paris hinterlegt. Sie regeln Kosten- und Gefahrenübergang im internationalen Warenverkehr.
Beispiel: f o b. (free on board - frei an Bord) Der Lieferant liefert „fob“ New York. Somit trägt der Lieferant die Verladekosten auf das Schiff in New York. Die Gefahr des Untergangs oder einer Beschädigung geht jedoch auf den Kunden über, sobald die Reling des Schiffes überschritten ist.
Hinweis: Trotz der Incoterms sollte bei Überseegeschäften über die Punkte: Kosten- und Gefahrenübergang, sowie Transportversicherung verhandelt und vertragliche Einigung erzielt werden.
Alle Informationen welche die Ladung (Fracht) und den Transport betreffen, sammeln und ordnungsgemäß aufbewahren. Belege dienen bei Reklamationen (Verlust, Beschädigung) als Hilfs- und Beweismittel. Weitere Informationen zu Incoterms finden Sie in dieser Übersicht unter: EXW, FCA, FAS, FOB, CFR, CIF, CPT, CIP, DAF, DES, DEQ, DDU und DDP.


Infrastruktur

Personelle und materielle Ausstattung einer Volkswirtschaft bzw. eines Unternehmens. Der Einkauf sollte eine “Versorgungsinfrastruktur“ aufbauen, um eine kostengünstige und langfristige Versorgung der Bedarfsträger zu realisieren und um eine Unterversorgung grundsätzlich zu vermeiden. Dazu gehören zuverlässige Lieferanten, kürzestmögliche Versorgungswege, geeignete Transportmittel, Pufferlager, Konsignationslager und Absicherung von Risiken, beispielsweise durch die second source - Strategie.


Inselfertigung

Eigenständige Gruppen, die sich sehr flexibel und individuell auf die entsprechenden Produktions-, bzw. Montageaufgaben einstellen können. Auf jede Marktänderung oder innerbetrieblichen Notwendigkeit kann bei diesem Fertigungskonzept schnell und kostengünstig reagiert werden.


Insourcing
Das bedeutet, das Funktionen wieder in das Unternehmen integriert werden. Insbesondere der fehlende Qualitätsstandard, die gestiegenen Transport- und Energiekosten die immer höheren Preise, sowie die Abhängigkeit vom Zulieferer, bewegen Unternehmen dazu, vor allen ihre Logistik, Produktion und Montage wieder in das Unternehmen zu integrieren.


Internet
Weltweite Vernetzung von Computern über das www (world wide web)


Intranet

Das Intranet verbindet über ein Netzwerk die verschiedenen Abteilungen eines Unternehmens und sorgt so ohne Rücksicht auf Schnittstellen (siehe Schnittstellen) für einen transparenten Informationsfluss und besseren Informationsaustausch.

Inventur

Inventur, aus dem lateinischen (invenire) bedeutet soviel wie “vorfinden”. Nach §240 ff HGB sowie §§ 140, 141 AO ist der Kaufmann verpflichtet, Vermögen und Schulden seines Unternehmens festzustellen, und zwar bei Gründung oder Übernahme eines Unternehmens, zum Schluß eines jeden Geschäftsjahres (in der Regel zum 31.12.), bei Auflösung oder Veräußerung seines Unternehmens. Für die Inventur, auch Bestandsaufnahme genannt, ist jeweils nach ihrer Art (Bezeichnung), Menge (Stückzahl, Gewicht, Länge, u.a.) und Wert (Währung) zu erfassen.

Inventurdifferenzen

Sind Bestandsabweichung vom gezählten körperlichen Bestand zum EDV- Bestand, bzw. dem in der Lagerkartei geführten Buchbestand. Bestandskorrekturen werden im Rahmen der Inventur mit Eingabe des Zählergebnisses durch entsprechende Zu-, bzw. Abbuchung berichtigt.

Inventurleiter/-in

Ist für die Durchführung und Organisation einer ordnungsgemäßen Inventur verantwortliche Person. Delegiert, überwacht und prüft sämtliche Aufgaben und Ergebnisse betreffend der Inventur.

Ist-Bestand
Körperlich anzufassender, tatsächlich vorhandener Lagerbestand.

 

job enlargement
Erweiterung des Aufgabenfeldes erhöht die Arbeitsmotivation der Mitarbeiter. In der Regel wirkt sich die Erweiterung des Aufgabenfeldes auch auf die Lohn und Gehaltssituation des Mitarbeiters positiv aus.

job enrichment
Qualitative Erweiterung der bisherigen Tätigkeit. Zum Beispiel: Mitwirkung des Einkaufs bei unternehmerischen Entscheidungen, wie Produktplanung, Kostenplanung oder Budgetplanung für das gesamte Unternehmen.

job rotation

Wechseln des Arbeitsplatzes bzw. des Arbeitsgebietes innerhalb eines Unternehmens. Die Mitarbeiter können dadurch ihr Wissen erweitern und herausfinden, an welchem Arbeitsplatz ihre Fähigkeiten und Kenntnisse optimal anwendbar sind. Im Einkauf ist “job rotation“ dann angebracht, wenn “eingefahrene“ Lieferanten-/Einkäuferbeziehungen neue Impulse vermissen lassen. Bevor im Rahmen des job-rotations allerdings Warengruppen komplett getauscht werden, bietet sich eher die „sanfte Variante“ des job-rotation an! In diesem Fall wird nicht die komplette Warengruppe getauscht, sondern lediglich die Verantwortung für zwei bis drei Lieferanten übergeben.
Sinnvollerweise geben beide Einkäufer/-innen die Lieferanten ab, die nicht den meisten „Ärger“ verursachen, sondern solche die bereits gut bis sehr gut verhandelt sind! Vielleicht wird so noch das ein oder andere gewinnwirksame Verhandlungsergebnis bei diesen Lieferanten erzielt!


just in time (JIT)
Übersetzung: Einfach zur richtigen Zeit. Die vom Bedarfsträger benötigten Güter und Dienstleistungen sollen von internen oder externen Stellen kommend, zeitlich und räumlich, bedarfsgerecht, also in der optimale Menge, in einem durchgängiges Behälterkonzept, zur Verfügung stehen.
Bei “just in time“ steht die absolute Kostenminimierung im Vordergrund. Der Einkauf hat die Aufgabe durch eine sorgfältige Lieferantenauswahl, optimalen Vertragsgestaltung und permanente Lieferantenpflege eine erforderliche Versorgungssicherheit zu realisieren. Die Anwendung von “just in time“, ermöglicht zum großen Teil, den Verzicht auf Lagerbestände. Die Einführung von “just in time“ kann vom Einkauf vorgeschlagen und mit einer fundierten Ermittlung der zu erwartenden Einsparung, den Entscheidungsträgern vorgetragen werden. Sinnvoll ist es, in diesem Zusammenhang dem Lieferanten ein Zeitfenster vorzugeben, da weder eine zu frühe noch eine zu späte Lieferung akzeptiert werden kann! (weiteres siehe Zeitfenster).


just in sequense
(JIS)
Fertigungssynchrone Anlieferung der Waren! (Die verschärft Form von „just in time“!)

Kaizen

Kaizen bedeutet ”Verbesserung”, bzw. „Der Weg zum besseren“. Es ist eine japanische kundenorientierte Verbesserungsstrategie. Die Grundidee stammt von Masaaki Imai und beinhaltet eine positive Lebenshaltung, die nach Verbesserung, des Verbesserungswillen wegen strebt und dies in allen Bereichen der Wirtschafts-, des Berufs- und Privatlebens einer Person.


Kanban

Vornehmlich in der Fertigung eingesetztes Verfahren, das zu einer erheblichen Kostensenkung führen kann. Kanban basiert auf der Logik, das jeder Bedarfsträger einen innerbetrieblichen Kunden hat. Der terminlich letzte Bedarfsträger / Kunde einer Bedarfskette (Beispielsweise die Versandabteilung eines Unternehmens) ist immer der Impulsgeber. Er informiert seinen innerbetrieblichen Lieferanten mittels Kanban (jap. Karte oder Schildchen). Diese Karte zeigt an, welche Menge des betreffenden Materials benötigt wird. Dies kann als Pendelkarte bzw. durch eine auftragsbezogene Karte geschehen. Um seine Lieferverpflichtungen zu erfüllen, informiert dieser “Lieferant“ nun wiederum seinen innerbetrieblichen “Lieferanten“ über Menge und Bedarfstermin. Und so weiter. Diese Verknüpfung der innerbetrieblichen Stellen setzt sich bis zum ersten betrieblichen Bedarfsträger fort. Wenn der Einkauf die vertraglichen und rechtlichen Voraussetzungen schafft, kann der Lieferant in die Kanban-Systematik einbezogen und direkt mit dem ersten betrieblichen Bedarfsträger kommunizieren. Kanban wird oft in Verbindung mit “just in time“ angewendet. Vorteile: Die produzierten Stückzahlen entsprechen der jeweiligen Abnahmemenge. Dies wiederum bedeutet: keine Überproduktion, Vermeidung hoher Lagerbeständen und “schwarzen Lägern“. Vorteile: Wesentlich geringerer Planungs- und Steuerungsaufwand und dadurch geringere Kosten.

Kapitalkosten

Verzinsung des in die Lagereinrichtung und in die Vorräte investierte Kapital
.

Kauf auf Probe

Wird ein Gegenstand zum Ausprobieren und Testen zur Verfügung gestellt, liegt die Entscheidung des Kaufes im belieben des Käufers. BGB §454.

Kauf nach Probe/ Kauf nach Muster
Erfolgt ein Vertragsabschluß gemäß einem genau definiertem Muster, sind die Eigenschaften des Musters als Vertragswirksam und zugesichert anzunehmen. Weichen die gelieferten Teile in (Farbe, Qualität, Gewicht, usw.) ab, hat der Lieferant seinen Vertrag nicht erfüllt. 


Käufermarkt

Der Käufer hat die Auswahl bei welchem Lieferanten er seine Ware bezieht. Die Auswahl (Konkurenz) reduziert natürlich das Preisniveau.

Kaufmännisches Bestätigungsschreiben

Gilt nur unter Kaufleuten. Mit Geschäftspartnern getroffene Vereinbarungen sollten in jedem Falle schriftlich fixiert und dem Gesprächspartner zugeschickt werden. Dies allein schon deshalb, um Mißverständnisse oder Fehlinterpretation zu vermeiden. Wird dieses Schriftstück als kaufmännisches Bestätigungsschreiben deklariert, muß sich der Partner - im Falle eines Widerspruchs - äußern. Schweigen würde in diesem Falle ein Akzeptieren des geschilderten Sachverhaltes bedeute

Kaufvertrag § 433 BGB

Regelt die grundsätzlichen Rechte und Pflichten von Käufer und Verkäufer. In den
§§ 433 bis 480 BGB werden ausführlich weitere Rechte, Pflichten und Regelungen bei Störungen des Kaufvertrages besprochen. Jeder Einkaufsverantwortliche sollte diese Paragraphen kennen, um zum Beispiel im Störungsfalle rechtlich einwandfrei zu argumentieren. Der Kaufvertrag bezieht sich in der Regel auf Gattungsware, welche nicht extra für den Kunden hergestellt wird. Sonderanfertigungen, bzw. Modifizierungen von Standardgütern sollten mit einem Werkvertrag (§ 631 BGB) beauftragt werden.


Kleinladungsträger (KLT)

Kleinladungsträger werden umgangssprachlich kurz als KLT bezeichnet. Desweiteren gibt es Großladungsträger (GLT) und Sonderladungsträger (SLT)


know-how-transfer
Bezeichnet die Weitergabe von Informationen (Wissen).
Unterschieden wird der problemorientierte und der objektbezogene Wissenstranfer.
Beispiel Einkauf: Der Einkauf erhält Wissen vom Beschaffungsmarkt und gibt diesen an die entsprechenden Fachabteilungen weiter. Problemorientierter know-how-transfer beschäftigt sich in diesem Beispiel mit Themen wie Ausschuss und überhöhten Lagerbeständen.
Der Objektbezogene know-how-transfer (Informationsfluss) soll sicherstellen, das alle wichtigen Prozesse ständig auf dem neusten technischen Standards sind und mit höchster Produktivität und Wirtschaftlichkeit realisiert werden kann.


Kommisionieren
Beschreibt das wirtschaftliche, fehlerfreie und in der Zeitvorgabe bereitstellen von Waren
.

Kommisionierlager

Dient dem Hauptlager als Bereitstellungsplatz für Beispielsweise, offene Fertigungs- und Montageaufträgen.
Durch das vorab Bereitstellen von Montage oder Fertigungsgerechte Aufträgen werden Störungen in Form von Kommisionierunterbrechungen in der Produktion, Fertigung oder Montage vor dem Entstehen vermieden.


Kommisioniersysteme
Generell unterscheidet man die Kommisioniersysteme nach der Art des Einsatzes.
a) unterEinsatz von Menschen (siehe WzM und MzW)
b) unter Einsatz von Maschinen (Kommisionierautomat, Kommisionierroboter)

Kommunikation

Übermitteln von Nachrichten und Signalen. Jeder visuelle und akustische Reiz bedeutet prinzipiell Kommunikation. Grundsatz: Man kann nicht nicht kommunizieren. Zum Beispiel: Ein Blick sagt mehr, als tausend Worte. Im Einkauf sollte darauf geachtet werden, daß eine effiziente (gewinnorientierte) Kommunikation stattfindet.

Konsignationslager

Der Lieferant liefert Ware in ein vom Kunden vorgeschriebenes Lager. Der Lieferant bleibt jedoch Eigentümer der Ware. Die Bezahlung und der Eigentumsübergang erfolgt dann, wenn der Kunde die Ware aus dem Konsignationslager entnimmt (verbraucht).
Vorteile: Hohe Versorgungssicherheit ohne Kapitalbindung und keine Transportzeiten, da sich die Ware bereits in unserem Verfügungsbereich steht.
 Nachteil: Lagerkosten


Kosten
Kosten stehen Betriebswirtschaftlich gesehen für den bewerteten Verbrauch (Verzehr) von Produktionsfaktoren im unternehmerischen Leistungsprozess.


Kundenzufriedenheit

Die Kundenzufriedenheit ist eine wichtige Meßgröße, wie sich das Unternehmen am Markt präsentiert und platziert. Unzufriedene Kunden geben ihre negative Erfahrung, an weit aus mehr Personen weiter als zufriedene Kunden. Der „Ruf“, das Image des Unternehmens (siehe corporate idendity) hat erheblichen Einfluß darauf, ob zahlende Personen (Kunden), ihr Geld für ein Produkt oder eine Dienstleisung unseres Unternehmens ausgeben. Um die Kundenzufriedenheit zu messen, ist zum einen die persönliche Präsenz beim Kunden, sowie das professionelle Bearbeiten der Reklamationen unerläßlich.

Lagerarten
Unterscheidungsmerkmale der verschiedensten Lager liegen in Ihrer Verwendung. Teilelager, Ersatzteilelager, Kommisionierlager, Sperrlager, Wareneingangslager, Qualitätssicherungslager, Rohmateriallager, Werkzeuglager und viele mehr. Die Trennung der verschiedenen Lager sorgt gesamtheitlich gesehen in jedem Unternehmen für mehr logistische Transparenz.


Lagerbauarten
Hinsichtlich der Lagerbauart unterscheidet man offene Lager, halboffene Lager, geschlossene Lager und Speziallager (Silolager, Tanklager, Gaslager).


Lagereinrichtungen

Hierzu zählen alle feste und beweglichen Betriebsmittel im Lager.
Dies sind Beispielsweise: Leitern, Regale, Fördermittel (Stapler, Kräne, Aufzüge und Hubwagen), sowie Lagerhilfsmittel, wie Paletten, Kisten, uvm.

Lagerhaltung

Umfaßt die Aufgabe Waren anzunehmen, aufzubewahren (Lagern) und je nach Bedarf ordnungsgemäß zu niedrigsten Kosten bereitzustellen.

Lagerhausgebäude
Es werden Flachlager mit bis zu 7 m Höhe von den Etagenlagern, den Hochregallagern und den Traglufthallenlagern unterschieden.

Lagerkennzahlen

Die Kennzahlen zur Lagernutzung, wie Flächen-, Höhen und Raumnutzung geben Aufschluß über das Kosten-Nutzenverhältnis des Lagers. Die Kennzahlen zur Transportmittelnutzung liefern Informationen über den Einsatz-, Ausfall- und 
Nutzungsgrad aller sich im Bereich befindlichen Transportmittel.


Lagerkosten

Die Lagerkosten werden eingeteilt in Kapitalkosten, Personalkosten, Lagergemeinkosten und Fehlmengenkosten.

Lagerordnungssystem

Unter dem Begriff Lagerordnung ist die Zuordnung von Lagerraum zu Lagergut zu verstehen. Die beiden grundsätzliche angewendete Systemen heißen: 
- Festplatzsystem (siehe Festplatzsystem) oder starres Lagerordnungssystem und 
- Freiplatzsystem (siehe Freiplatzsystem) oder chaotisches, flexibles Lagerordnungssystem).
Zu den Aufgaben eines Lagerordnungssystems zählen neben dem erreichen eines hohen Raumnutzungsgrades, das schnelle und sicheres Auffinden der Lagerware, sowie das ausschließen von Verwechslungen. 
Desweiteren sollte die sehr flexible Lager- und Sortimentsstruktur gewährleistet sein.
Das bedeutet: Ein Lager schnell und problemlos an die geforderten Gegebenheiten (Produkte) ohne viel Umbau- und Kostenaufwand anzupassen!

Lagerplatz /-ort
Bezeichnet den physischen Ort eines Bestandspunktes. Dort wo das Material, die Ware gelagert wird, ist der Lagerplatz. Lagerplätze müssen permanent aktuell in Lagerkartei, bzw. Lagerdatei gepflegt werden, da sonst durch das nicht oder zeitlich verzögerte Auffinden der benötigten Waren, Fehlmengen und somit Störungen (siehe Störungen) entstehen. Den Suchaufwand, die Zeit und die Kosten zahlt Ihrem Unternehmen kein Kunde!

Lagerplatzdatei
Ist die Datei, welche Informationen über den körperlichen Ort, Platz, Fach einer jeden Artikelnummer, Sachnummer, bzw. Gegenstandes dokumentiert.
Sinnvoll ist eine einfache und übersichtliche Gestaltung und Nummerung, die jede Arbeitskraft nach nur kürzester Einarbeitungszeit versteht und ohne Fehler berücksichtigt! Beispiel: Raum (1), Reihe (A), Regalnummer (01).


Lagerplatzkennzeichnung

Wichtig ist hierbei, das die Kennzeichnung des pysikalischen Lagerplatzes deutlich sichtbar ist! In der Praxis wird häufig gerade an der sauberen, strukturierten Kennzeichnung des Lagers gespart! Zu beachten ist neben der Etikettengröße, auch die Schriftgröße, Schriftart und Farbe. Außerdem sollte man statt der Klebeetiketten beschreibbare Magnetschilder verwenden! Das Ablösen alter Klebeetiketten, oder das überkleben von alten Etiketten ist aufwendig und hinterläßt unschöne Kleberückstände an den Regalen!

Langsamdreher
Ein Produkt, welches in einer Zeitperiode mit geringer Frequenz geliefert bzw. verbraucht wird oder nur in geringen Mengen geliefert oder verbraucht wird. Artikel mit einer der Branchenüblichen geringen Umschlagshäufigkeit!


last in-first out (lifo)

Die Ware, die zuletzt eingelagert wurde, muss als erstes wieder verbraucht werden!


lean
Übersetzung: schlank, mager. Die Vereinfachung der Organisationsstrukturen und der Arbeitsabläufen, das Streichen von nicht gewinnwirksamen Tätigkeiten und das mindern von Hierachiestufen, bzw. die Reduzierung der Vorgesetztenanzahl sind Maßnahmen der lean-Strategien. Prinzipiell soll dadurch die Anzahl der nicht wertsteigernden Tätigkeiten auf ein Minimum reduziert werden. Der Mitarbeiter erhält im Rahmen des „lean“ mehr Kompetenzen und ein erweitertes Aufgabenfeld. Dadurch kann ein ganzheitliches Arbeiten realisiert und neben der Kerntätigkeit noch die Planung, die Organisation und die Kontrolle des betreffenden Arbeitsbereiches ausgeweitet werden.

lean management
Ziel ist es, eine schlanke Organisation durch wenige Hierachieebenen und ganzheitliches, zielorientiertes Arbeiten zu realisieren. Entscheidungen werden wesentlich schneller getroffen und die interne wie auch externe Kundenzufriedenheit steigt.
Beispiel am Beitrag des Einkaufs: Reduzierung der Lieferantenanzahl und der Wiederbeschaffungszeit.

lean production

Eine schlanke Produktion soll unter anderem durch eine geringe Fertigungstiefe und günstigere Rüstzeiten realisieren werden. Daraus ergeben sich optimale Stückzahlen, welche dann sehr günstig hergestellt werden können. Diese Maßnahmen sind allerdings riskant, da man nur noch mit wenigen Produkten am Markt platziert ist und dadurch unter Umständen nicht die Flexibilität und Kundenorientierung bietet, welche gegenwärtig gefordert ist.

lean sourcing
Das schlankes Versorgen durch eine Reduzierung der Lieferantenanzahl, sowie der Bestellpositionen minimiert den Arbeitsaufwand in der Materialwirtschaft und reduziert die Einzel- und insbesondere die Gemeinkosten.. Verzicht auf Bestände, Verkürzung der Transportwege, Verlagerung der Abwicklungstätigkeit auf die Bedarfsträger sind Maßnahmen des lean sourcing. Die 100%ige Versorgungssicherheit darf durch diese Aktivitäten unter gar keinen Umständen negativ beeinflußt werden.

Leistung

Dies ist eine gezielte Handlung, die zu einem dem eigentlichen Betriebszzweck dienenden Wertezuwachs (Ertrag, Erlös) eines Unternehmens führt.


letter of intent (LOI)
Dies ist eine Kaufabsichtserklärung! Unterschieden wird die widerrufliche oder unwiderrufliche Kaufabsichtserklärung. Der Einkauf sollte auf jeden Fall Klarheit über die Kosten erzielen, welche anfallen, wenn der Auftrag nicht erteilt wird.

Lieferant des Jahres
Auszeichnung des Lieferanten durch den Einkauf, um die herausragenden Leistungen der Vergangenheit zu belohnen und den Lieferanten für die Zukunft ebenfalls zu herausragenden Leistungen zu motivieren. Da nur der beste Lieferant diese Auszeichnung erhält, werden die anderen Lieferanten informiert, warum sie nicht Lieferant des Jahres geworden sind. Dies kann ebenfalls ein Motivationsschub sein und zu einer optimaleren Versorgung führen. Möglich ist natürlich auch in einer (internen) Übersicht die ersten drei Plätze und die letzten drei Plätze der Lieferanten darzustellen! Man erhält so die Motivation der Lieferanten durch Auszeichnung der Leistungen und weist durch die letzten drei Plätze den eigenen Einkäufern/-innen wichtigen Handlungsbedarf nach! Welcher Einkäufer/-in möchte schon gerne seine Lieferanten als Schlußlicht sehen?
Für die Durchführung ganz wichtig ist hierbei natürlich die Grundlage der Bewertung. Es zählt nicht das „Bauchgefühl“ sondern eine fundiert erarbeitete Lieferantenbewertung. (siehe Lieferantenbewertung)


Lieferantenaudit

Einkaufsverantwortliche müssen die Aussagen und Versprechungen der Verkäufer kontrollieren. Das heißt „sich vor Ort“ ein Bild machen. Ein Auditplan beinhaltet die Kriterien, welche bei dem Besuch geprüft und kontrolliert werden müssen. Zum einen sind Einhaltungen der geforderten Vorgaben hinsichtlich der Arbeitsprozesse wichtig, zum anderen gewinnt der Auftraggeber (Einkaufsverantwortliche) wichtige Erkenntnisse über Arbeitsgerät, Ausstattung, Maschinenpark, Fuhrpark, Inovation, Unternehmensphilosopie und somit auch mögliche Flexibilität im Störfalle. Man unterscheidet: Produktaudit, Prozessaudit, QS-Systemaudit und Sozialaudit.

Lieferantenbewertung

Sachlicher Vergleich verschiedener Lieferanten. Alle entscheidungsrelevanten Kriterien werden aufgelistet. (Qualität, Preisverhalten, Flexibilität, usw.) und mit einer Gewichtung versehen. Zum Beispiel: 3 = sehr wichtig, 2 = mittel wichtig, 1 = weniger wichtig. Nun werden die Lieferanten bezüglich der Erfüllung der Kriterien geprüft und bewertet. Ein Bewertungssystem von 0 (sehr schlecht) bis 10 (sehr gut) hat sich bewährt. Die Bewertungszahl (0-10) mit der Gewichtung multipliziert ergibt eine Punktzahl je Kriterium. Die Addition aller Punkte spiegelt die Leistungsfähigkeit eines Lieferanten im Vergleich zu anderen Lieferanten wieder. Insbesondere die Gewichtung der einzelnen Kriterien muß sehr sorgfältig ausgewählt werden, da für einige Unternehmen die Liefertreue, für andere Unternehmen die Liquidität und für wieder andere Unternehmen die Qualität ganz andere Priorität und Wichtigkeit aufweist.


line feeding
Die Bedarfsträger, beispielsweise Produktionsmitarbeiter oder Monteure bekommen von eigens dafür eingesetztem Personal die benötigten Waren bedarfsgerecht gebracht und das Leergut zeitnah entsorgt. Die Mitarbeiter aus Produktion und Montage können sich so ganz auf Ihr „Kerngeschäft“ konzentrieren.


Logistik

Logistik (französisch: loger, Unterbringen, Quartier machen)
Im industriellen Bereich versteht man unter Logistik die Versorgung des Unternehmens durch bereitstellen der Güter in der erforderlichen Art, Menge und Qualität zum richtigen Zeitpunkt an den richtigem Ort (Versorgungsorientierte Aufgaben). Im Gegensatz zur Materialwirtschaft werden hier die beschaffungsorientierten Aufgaben des Einkaufs komplett außer acht gelassen.

make or buy

Übersetzung: machen oder kaufen (Eigenfertigung oder Fremdbezug)
Im Gegensatz zum Outsourcing, dem Ausgliedern ganzer Funktionen (Beispiel: Montieren) ist es hier möglich, lediglich einzelne Arbeitsgänge fremd zu vergeben.

Marketing-Mix
Dieser setzt sich aus den Instrumenten der Produktpolitik, der Preis- oder Kontrahierungspolitik, der Kommunikationspolitik und der Distributionspolitik zusammen.


Markt
Als „Markt“, bezeichnet man den Platz, an dem Angebot und Nachfrage aufeinnander treffen.


Marktforschung

Diese wird eingeteilt in die „Primär-Forschung“ und die „Sekundärforschung“. Bei der Primärforschung ermittelt man ganz aktuell und neu die benötigten Daten, beispielsweise mit Hilfe eines Fragebogens an die Kundschaft, bzw. potenzielle Kundschaft. Bei der „Sekundär Forschung“ greift man bereits auf vorhandene Daten (unter Umständen veraltet, falsch oder nicht die eigentliche thematik betreffend) zurück. Der Vorteil der Primär-Forschung liegt somit auf der Hand: Aktuell aber teuer und zeitintensiver!


Materialarten

Es werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe unterschieden. (RHB)

Materialfluß

Stellt die Richtung der Materialbewegungen und Abfolge der Lagervorgänge dieser Materialien in einer Versorgungskette transparent dar. Das übersichtliche Darstellen des Materialflusses gibt Hinweise auf redundante (doppelte, mehrfache) Arbeitsprozesse. Umständliche, unnötige und arbeitsintensive Arbeitsabläufe in der Versorgungskette stellen einen enormen Kostenfaktor da und müssen unter allen Umständen vermieden werden. Hinweis: Achten Sie bei der Darstellung des Materialflusses darauf, nicht zu viele Pfeile (in der Regel genügt einer) zu verwenden! Manchesmal ist weniger mehr…!

Materialwirtschaft (MaWi)

Sie beschäftigt sich mit der Versorgung des Unternehmens. Die Aufgaben beinhalten das bereitstellen sämtlicher Güter und Dienstleistungen. Zu den Versorgungsorientierten Aufgaben der Logistik, kommen in diesem Fall auch die Beschaffungsorientierten Aufgaben der Disposition und des Einkaufs hinzu. Ziele wie günstigster Preis, niedrigste Kosten und umweltgerechter Entsorgung ergänzen somit den Begriff Logistik zum Begriff der Materialwirtschaft.


Melancholiker

Dieser Typ zeigt sich ängstlich bedrückt, pessimistisch, zurückhaltend, ungeselig und schweigsam, aber auch kreativ und ideenreich.. (siehe Stichwort: Sozialkompetenz).


Methode 635

Ein mögliche Kreativitätstechnik um schnell und einfach zu neuen Ideen und Gedankenansätzen zu kommen.
Regel: 6 Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen, entwickeln zu einem vorgegebenen Thema 3 Ideen und geben dieses Ergebnis 5 mal weiter.
Ablauf: Jeder Teilnehmer entwirft drei Lösungsvorschläge und notiert diese auf ein Blatt. Dieses Blatt gibt die Person zum linken Nachbarn weiter. Dieser Teilnehmer/-in liest sich das Blatt durch, läßt sich durch die jetzt bereits vorliegenden Vorschläge zu neuen Ideen anregen und ergänzt das Blatt durch drei weitere vertiefende Ideen. Dieser Ablauf wiederholt sich fünf Mal.
Hinweis: Dadurch, das die Bearbeitungszeit (zum Beispiel. 10 Minuten) vorgegeben ist, entsteht ein Zeitdruck, welcher durch die Gruppendynamik zu noch besseren Leistungen, in kürzester Zeit, zwingt.

Mindestbestand
Diese Bestandsmenge dient der Sicherheit um außergewöhnliche Bedarfsschwankungen abzufangen und soll (darf) nicht angebrochen werden. Dieser Sicherheitsbestand oder auch Eiserner Bestand genannt soll Beschaffungszeitüberschreitungen ausgleichen und den ordnungsgemäßen Materialfluß gewährleisten.

Mindestbestellmenge
Die kleinste Losgröße (Bestellgröße) die der Lieferant erlaubt. Viele Lieferanten liefern natürlich auch Mengen unter des Mindestbestandes, allerdings nur gegen entsprechenden Aufpreis. Die Mindestbestellmenge orientiert sich insbesonder an den Verpackungsgrößen und Werten der Produkte. Geringwertige Güter würden somit durch Mehrkosten der Kommisionierung (Bereitstellen der Ware) dem Lieferanten unverhältnismäßig hohe Kosten verursachen! Diese Kosten möchte der Lieferant auch im Sinne seines Kunden vermeiden!

mobbing
Ausgrenzen bestimmter Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen durch Mitarbeiter und Kollegen. Dies kann durch das Blockieren von Informationen, Falschinformationen, Nichtbeachten, Gerüchte “In die Welt setzten“, Arbeitsplatz beschmutzen, usw. geschehen. Mobbing kennzeichnet sich durch auffällig unfaires Verhalten, das sich sehr leistungs- und kreativitätshemmend auswirkt. Meist führt dies bei den betroffenen Personen zu krankheitsbedingtem Arbeitsausfall und zur Kündigung. 
Mögliche aber zugegebener Maßen sehr schwierige Vorgehensweise: Gemeinsam mit allen Beteiligten eine einvernehmliche Lösung suchen. (weiteres unter dem Begriff „bossing“)


modular sourcing

Übersetzung: Beschaffen von Modulen bzw. Baugruppen. Um Kosten einzusparen und um eine Reduzierung der Lieferantenanzahl und der Lagerpositionen zu erreichen, wird die Herstellung bzw. Montage eines Gutes, welches bisher in Eigenfertigung hergestellt wurde, auf einen leistungsfähigen Lieferanten übertragen.
Dieser Lieferant “übernimmt“ auch die Zulieferer, welche bisher direkt an den Auftraggeber geliefert haben. Somit hat der Einkauf zukünftig nur noch einen Vertrags bzw. Ansprechpartner und eine Lagerposition zu planen und einzukaufen.


Mondpreise
Bezeichnet total überhöhte, nicht nachvollziehbare Preise.


Mann zur Ware
(MzW)
Fachbodenregale erfordern, das der Mitarbeiter/-in (Kommisionierer) zu dem Regal (Lagerplatz) fährt, bzw. läuft! Daher der Begriff „Mann zur Ware“!
Vorteil ist insbesondere der geringe Anschaffungspreis der Lagereinrichtung. Nachteil sind die langen und unter Umständen weite Transport- und Kommisionierwege.
Hinweis: (siehe in diesem Zusammenhang auch „Ware zum Mann“ WzM)

 

Nachverhandlung
Möglichkeit des Einkaufs, bereits vereinbarte Sachverhalte und Verträge nachträglich zu optimieren. Anlässe dafür sind zum Beispiel Marktpreisveränderungen oder neue technische Informationen.


Nettoeinstandspreis
Zusätzlich können bei der Einkaufskalkulation Abschläge berücksichtigt werden, welche erst zukünftig wirksam werden. Beispiele hierzu sind: Umsatzabhängiger Bonus, zu erwartende Sonderleistungen, Einmalzahlungen, usw.)
(weiteres siehe Einstandspreis)

Notkäufe
Bezeichnet Käufe, welche aus Dringlichkeitsgründen getätigt werden. Diese sind grundsätzlich zu vermeiden, da in der Regel ein höherer Preis als “Normalpreis“ bezahlt werden muß. Um zukünftig auf diese Notkäufe verzichten zu können, soll der Einkauf Ursachenforschung betreiben und den Grund des Materialmangels ermitteln.
Wichtige Aufgabe der Einkaufsverantwortlichen: Massnahmenkatalog erarbeiten, damit zukünftig Notkäufe unter allen Umständen vermieden werden können.


Null-Fehler-Strategie
Das Ziel ist eindeutig: Null Fehler! Gerade im Bereich der Arbeitssicherheit kann es definitiv k e i n erklärtes Ziel sein, zum Beispiel unter 5 Arbeitsunfällen im Jahr zu bleiben. Das Ziel heißt „Null Fehler“ und somit auch „Null Arbeitsunfälle“!

Outsourcing
Bedeutet das Ausgliedern der Funktion und Konzentration auf das Kerngeschäft.
Ein Unternehmen das sich auf die Montage und Entwicklung seiner Produkte konzentrieren möchte hat nur wenig, bzw. gar kein Interesse sich mit der Funktion Logistik oder Fuhrpark zu beschäftigen. Diese Funktionen wird also komplett an ein Fremdunternehmen vergeben, welche neben dem know how, insbesondere auch die technischen Voraussetzungen, wie Flurförderzeuge, vollautomatischem Lager, Barcode- und Transponder-Technologie, Hard- und Software, sowie speziell geschultes Fachpersonal mitbringt. Weitere Funktionen des Unternehmens sind: Montieren, Produzieren, EDV-Betreuung, Einkauf, Personaldiensleistungen, Arbeitssicherheit, Brand- und Werksschutz, uvm.

Packliste
Dieses Dokument entspricht in etwa einem Inhaltsverzeichnis! Dieses dokumentiert den Paketinhalt, sowie Informationen zu der Verteilung und Zuordnung der einzelnen Gütern und Waren der jeweiligen Sendung und Pakete.


Palette

Ladeeinheit in Form einer Plattform, die das Anheben und Stapeln von Gütern vereinfacht. Technischen Einzelheiten und Maße werden in einer ISO-Norm geregelt. Das vereinheitlichen der Transport- und Lagermittel vereinfacht das Handling, beschleunigt die Bereitstellung von Waren und führt zu einer schnelleren und fehlerfreien Auslieferung an den Empfänger (Kunden). Geringerer Handlingsaufwand führt zwangsläufig auch zu geringeren Prozesskosten! Beispiel Europalette: Maße sind 800 x 1200 mm.

Permanente Inventur

Im Gegensatz zur Stichtags-, Stichproben- oder zeitlich verlegten Inventur erfolgt die körperliche Bestandsaufnahme, also durch messen, wiegen, zählen und in Ausnahmefällen auch schätzen auf das ganze Jahr verteilt. Es muß allerdings jede Artikel- oder Sachnummer einmal erfaßt worden sein. Eine permanente Fortschreibung der Lagerbestände anhand einer Karteikarte, oder eines Artikelkontos ist Vorgabe und Voraussetzungen für die Genehmigung der permanente Inventur.


Personalkosten

Personalkosten sind Löhne, Gehälter, Sozialversicherungsabgaben, Prämien, Altenvorsorge, usw..

Pflichtenheft/Lastenheft

Auflistung aller Anforderungen, welche an ein zu beschaffendes Gut (zum Beispiel Maschine) oder eine Diensleistung (zum Beispiel Softwareerstellung) gestellt werden. Das Pflichtenheft ermöglicht eine umfangreiche Anfrageaktion und ist Grundlage des Vertrages. Als Vertragsform ist hier der Werkvertrag angebracht. Damit tritt die Zahlungspflicht des Kunden erst ein, wenn alle wesentlichen Punkte des Pflichtenheftes erfüllt sind.

Phlegmatiker

Diese Personengruppe ist in der Regel passiv, sorgsam, nachdenklich, friedlich, beherrscht, zuverlässig und ausgeglichen. (weiteres siehe Stichwort: Sozialkompetenz).


pick

So bezeichnet man bei der Kommisionierung, dem Bereitstellen der Ware, eine Entnahme.


pick to light

Diese Entnahme geschieht aufgrund vorgegebener Signallämpchen an den Lagerregalen. Das Lagerpersonal meldet zuvor den Auftrag (Entnahmeliste) via Barcode am Eingabeterminal an. Anschließend wird dem Kommisionierer/-in die Lagermenge angezeigt, welche dann an dem gekennzeichneten Lagerfach zu entnehmen ist. Ist die Kommisionierung abgeschlossen wird das Signallämpchen ausgeschaltete und man Kommisioniert in vorgegebener Reihenfolge, wegeoptimiert weiter. Am Ende der Regalreihe wird der Auftrag als beendet gemeldet, so das der nächste Kommisionierer mit seiner Arbeit beginnen kann.


pick to voice

Hier geschieht die Entnahme mit Hilfe eine Sprachgesteuerten Software. Da der Kommisionierer/-in seine Anordnungen via Stimme über ein „head set“ empfängt, bleiben beide Hände für die Kommisionierung frei. Um Sicherzustellen, das der Mitarbeiter/-in die richtige Ware in der richtigen Menge gegriffen hat, müssen Stückzahl und ein Teil der Entnahmenummer deutlich wiederholt werden. Der jeweilige Abschluß der Entnahme wird ebenfalls mündlich bestätigt. Daraufhin erhält der Lagerverantwortliche den Lagerplatz, sowie Lagerfach wieder mündlich durchgesagt.

Plankosten im Einkauf

Aufgrund der vorgegebenen Bedarfsmengen von Fertigung bzw. Vertrieb kann der Einkauf seinerseits einen Kostenplan (Budget) erstellen und somit festlegen, welche Finanzmittel für die benötigten Güter und Dienstleistungen bereitgestellt werden müssen. Hierbei müssen Marktpreis- und Mengenveränderungen, veränderte Fertigungstiefen und zukünftige Aktivitäten berücksichtigt werden. Diese Plankosten sind auch geeignet, die Produktivität der jeweiligen Mitarbeiter zu überwachen.

Portfolio-Analyse
Diese wird in der Praxis als grafisches, anschauliches Werkzeug zur Strategieplanung und Bewertung genutzt. Die x- und y-Achse wird beispielsweise mit Liefertreue und Einkaufsvolumen gekennzeichnet. Anschließend wird die Grafik in vier Felder eingeteilt. Diese Felder (Kategorien) werden:
 - rechts oben als Stars,
 - rechts unten als cash cows (Melkkühe),
 - links oben als question marks (Fragezeichen), und
 - links unten als poor dogs (schlafende Hunde)
bezeichnet. Jetzt werden die Lieferanten gemäß der Lieferantenbewertung eingetragen und bewertet. Das Ergebnis dieser Analyse muß sein, zu jedem Lieferanten, die notwendigen Maßnahmen abzuleiten, diese Umzusetzen und wiederum zu Prüfen.

portable document format (PDF)

Texte, Tabellen und Bilder werden mit Hilfe von Spezialprogrammen in das PDF-Format konvertiert.
Vorteil: Mit dem Programm „Adobe Reader“ kann man dieses Dateiformat auf jedem Computer öffnen, ohne die Ursprungsprogramme, in denen das Dokument, die Tabelle oder die Grafik erstellt wurde, installiert zu haben.


point of sale (PoS)
Hier wird der Verkaufspunkt beschrieben. Der Platz, an welchem die Ware dem Kunden angeboten wird, ist jeweils individuell „gestaltet“.
Beispiel Kassenbereich: Der Kunde wird an diesem PoS dazu „verführt“, Ware sehr spontan zu kaufen. Die Darbietung „Präsentation“ der Ware wird genau darauf abgestimmt. Lichteffekte, Filme, ansprechende Verkaufsverpackungen, sollen nicht nur die Wartezeit an der Kasse verkürzen, sondern in erster Linie die Kauflust der Kunden anregen.

Preisgleitklausel
Bei Vertragsabschluß wird festgelegt, daß der Preis, bzw. ein Teil des Preises an bestimmte Währungs-, bzw. Marktpreisveränderungen angepaßt werden soll.
Beispiel: Eine Maschine wird im Oktober bestellt, der Liefertermin ist im Juli des darauffolgenden Jahres. Beide Vertragspartner sind sich einig, daß der Preis um den Prozentsatz steigen soll, der von den Tarifpartnern für die Tariflohnerhöhung ausgehandelt wird.


Produktdiversifikation

Das Unternehmen nimmt neue andersartige Produkte in das Leistungsprogramm mit auf. Unterschieden wird hier am Beispiel einer Brauerei die:
 - horizontale Diversifikation
 Beispiel: Aufnahme von alkoholfreien Getränke in das Portfolio
 - vertikale Diversifikation
 Beispiel: Anbau von Hopfen und Malz
 - laterale Diversifikation
 Beispiel: Verkauf von Handys oder Gummibärchen.

Produkthaftungsgesetz (PHG)

Der Hersteller eines Produktes haftet für Schäden, die aufgrund eines Produktfehlers entstanden sind. Ein Produkt hat dann einen Fehler, wenn es nicht die Sicherheit bietet, die unter Berücksichtigung seiner Darbietung, des billigerweise (verkehrsüblichen) anzunehmenden Gebrauchs und des Zeitpunktes des in Verkehrbringens berechtigterweise erwartet werden kann. Durch die Umkehrung der Beweislast, muß der Hersteller nachweisen, das ihn kein Verschulden trifft.


Produktlebenszyklus
Dieser wird in grafischer Form dargestellt. Er beschreibt wieviel Umsatz, bzw. Gewinn ein Produkt von der Einführung bis zur Elimination erreicht hat. Die Produktlebenszykluskurve wird in 5 Phasen dargestellt. Diese beginnt mit der Einführungsphase, danach folgen Wachstumsphase, Reifephase, Sättigungsphase und Degenerationsphase.
Hinweis: In der Produktionswirtschaft ist außerdem noch die Entwicklungsphase vorangestellt.

Pufferlager
Der Lieferant verpflichtet sich gegenüber dem Kunden eine bestimmte Menge eines Gutes ständig vorrätig zu haben. Über diese Menge darf der Kunde verfügen. Somit hat der Kunde eine hohe Versorgungssicherheit realisiert ohne in seinem Unternehmen Lager- und Kapitalkosten zu verursachen. Der entscheidende Nachteil des Pufferlagers, auch Abruflager genannt ist, das die Ware aufgrund des Abrufes eine gewisse Transportzeit mit sich bringt und so immer rechtzeitig vor dem Bedarfszeitpunkt abgerufen werden muß.


puplic relation (PR)
Bedeutet: Öffentlichkeitsarbeit! Dies kann sich auf ein Unternehmen oder eine ganze Sparte (Berufsgruppe) beziehen.
Beispiel: Der Schreiner war `s! Nicht die Schreinerei XY steht im Vordergrund, sondern das Schreinerhandwerk

Qualitätsmanagement (QM)

Langfristige Sicherung eines definierten Qualitätstandards um die Absatzsicherung der selbst hergestellten Produkte zu unterstützen und um Kosten (Nacharbeit, Ausschuß, Gewährleistungsverpflichtungen gegenüber Kunden) einzusparen. Zudem soll grundsätzlich vermieden werden, daß Folgeschäden auftreten und somit Verpflichtungen aus dem Produkthaftungsgesetz (siehe Produkthaftungsgesetz PHG) entstehen.
Das Q-Management erfordert eine laufende Zusammenarbeit von Zulieferer, Einkauf, Technik und Qualitätssicherung um technische Neuerungen (zum Beispiel veränderte Materialien, neue Fertigungsverfahren, Neukonstruktionen) kostenmindernd und gleichzeitig qualitätssichernd wirksam werden zu lassen. 
Absolute Kundenorientierung und kontinuierliche Verbesserung sind weitere Elemente. (siehe total quality management TQM)

Qualitätssicherungslager
Hier wird Material mit höheren Prüfvorgaben gelagert, bis durch zuständige Mitarbeiter eine Freigabe erteilt wird. Wird diese Freigabe nicht erteilt, müssen die Teile ins 
Sperrlager (siehe Sperrlager) gebracht und entsprechend umgebucht werden.

Qualitätszirkel
Mitarbeiter eines Unternehmens /einer Abteilung kommen zusammen, um Lösungsvorschläge für ein, gemeinsam ausgesuchtes Problemfeld zu erarbeiten. Dies geschieht in der Regel während der regulären Arbeitszeit. Dadurch soll und wird die Unternehmens- und Produktqualität erhöht.

QuWiki
QuWiki ist eine innovative Methode zur Digitalisierung mittelständischer Unternehmen. Die QuWiki-Methode nutzt hochleistungsfähige, maschinenlernfähige Systeme und Datenbanken, um Unternehmens-Prozesse, Daten, Informationen und Kommunikationsabläufe intelligent miteinander zu verbinden.

QuWikiPOINT
QuWikiPOINT ist das zentrale System in Ihrem Veränderungsprozess. Mit der Organisationsplattform managen Sie Prozesse, Projekte, Institutionen, interne sowie externe Kommunikation, verwalten und organisieren Ihren Einkauf, organisieren Verträge und Dokumente aller Art und strukturieren jeglichen Content in einer Wiki-Bibliothek.

QuWikiBOARD
Das QuWikiBOARD ist die Verbindung der physischen Welt mit der digitalen Welt. Es ermöglicht automatisierte Bestellungen mit intelligentem Impuls. Ein digitaler Impuls, der durch das einfache Einstecken einer dem Artikel zugeordneten QuWikiCARD, im Board ausgelöst und automatisch verarbeitet wird.

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Das neue High-End-Gerät auf dem Markt. Weder Scanner noch Smartphone, sondern der perfekte Mix aus beidem.

Rabatt
Preisnachlaß, der meist an bestimmte Sachverhalte geknüpft wird. Zum Beispiel Treue-, Sonder- oder Mengenrabatt. Ein grundsätzlicher Anspruch auf Rabatt besteht nicht. Die Rabattgewährung wird entweder vom Lieferanten angeboten oder durch eine Vereinbarung zwischen Kunde und Lieferant festgelegt.


Rahmenvertrag (RV)

Der zwischen Kunde und Lieferant abgeschlossenen Rahmenvertrag legt grundsätzlich die Rahmenbedingungen der zukünftigen Geschäfte fest. Dazu gehören Preis, Menge, Liefer- und Zahlungsbedingungen, Gewährleistungen und Qualitätsstandards. Rahmenverträge bieten dem Einkauf den Vorteil, daß die Abnahmemengen über einen längeren, genau definierten Zeitraum zusammengefaßt werden und somit ein mengenabhängiger kostengünstiger Preis realisiert werden kann. Der Nachteil eines Rahmenvertrages besteht darin, daß bestimmte Mengen abgenommen werden müssen und eine längerfristige Bindung an einen Lieferanten erfolgt. Je nach Verhandlungsgeschick und Marktsituationen können seitens des Kunden gewisse Abweichungsmöglichkeiten vereinbart werden.

Raumnutzungsgrad

Diese Angabe unterstützt wie auch der Flächen- und Höhennutzungsgrad der kritischen Überprüfung der Lagerraumnutzung und wird mit der Formel:
Raumnutzungsgrad = genutzter Lagerraum geteilt durch den vorhandenen Lagerraum ermittelt. Zu beachten ist, daß Rangierwege, Frei- und Sperrflächen, Fenster, Türen, Feuerlöscher, Heizkörper und Fluchtwege berücksichtigt werden.


Recycling

Übersetzung: Wieder in den Kreislauf einbringen. Alle Materialien und Bauteile, welche der Einkauf beschafft, sollten wiederverwendbar (recyclefähig) sein. Zum einen kann hier verantwortlich zu einer Minderung der Umweltbelastung beigetragen werden. Zum anderen geht es darum., daß nicht recyclefähige Produkte kostenintensiv entsorgt werden müssen. Gerade weil der Gesetzgeber die Rücknahmeverpflichtung immer mehr den Herstellern auferlegt, ist die Rücknahme und die damit verbundenen Entsorgung, bzw. Umarbeitung, als Kostenfaktor bei der Einkaufskalkulation zu berücksichtigen.


Redundanzen

Dieser Begriff kommt aus dem latein. redundare „im Überfluss vorhanden sein“! Er bezeichnet grundsätzlich einen Zustand von Überschneidungen oder Überfluss! Häufig begegnet man diesem Begriff im IT-Bereich „Datenredundanz“. In diesem Fall werden verschiedene Datenbanken mit sich überschneidenden Informationen „Daten“ gepflegt. Werden diese Daten allerdings dann nur in einer Datenbank aktualisiert und in der zweiten nicht, entsteht eine mangelhafte Datenqualität, welche dann zu falschen Entscheidungen und Prozessen führen kann.
Von einer Arbeitsredundanz spricht man, wenn sich Aufgaben, Arbeitsprozesse unnötigerweise (Überfluss) wiederholen. Diese Mehrarbeit wirkt sich negativ auf die Kostensituation des Unternehmens aus! Daher gilt: Arbeitsprozesse analysieren, transparent darstellen, dokumentieren und Arbeitsredundanzen unter allen Umständen vermeiden.


Regalarten

Es werden Fachbodenregale, Durchlaufregale, Verschieberegale (Compaktregale), horizontale Umlaufregale (Karusellager), vertikale Umlaufregale (Paternoster) und Lagerliftsysteme unterschieden.


Risikoanalyse

Die Risikoanalyse wird durchgeführt um mögliche Risiken bereits im Vorfeld zu erkennen und die möglichen Gegenmaßnahmen einzuleiten. Eine Risikoanalyse sollte tabellarisch in mindestens vier wichtige Spalten eingeteilt werden. Neben dem:
 - eigentlichen zu erwartenden Risiko (1),
 - der entsprechenden Maßnahme (2)
 - ist unbedingt auch der Verantwortliche (3) und 
 - der Termin (4) für die Realisierung zu nennen.
Sollte eine dieser Spalten fehlen, so zeigt die Praxis das Maßnahmen und Projekte, sowie Vereinbarungen nicht oder nur sehr selten wirklich nachhaltig abgeschlossen werden. Selbstverständlich können weitere Spalten für Bemerkungen, Hinweise zu Auswirkungen, Auftreten der Fehlerhäufigkeit, usw. hinzugefügt werden.


Rohmateriallager
Rohmaterialien wie Kupfer, Bleche, Stahl und ähnliches werden als Lagerware so nah als möglich an den verarbeitenden Maschinen eingelagert. Bei den teilweise extrem sperrigen, schweren Platten, Rohre (Langgut), usw. muß jeder innerbetriebliche und außerbetriebliche Transport schon aufgrund der anfallenden Kosten genausten durchdacht sein.

Rohstoffe

Sind Materialien, welche Hauptbestandteile des Endproduktes sind.

Rücknahmeverpflichtung
Der Einkaufsverantwortliche sollte bei allen Beschaffungsmaßnahmen davon ausgehen, daß sein Unternehmen als Hersteller des Endproduktes schon per Gesetz, bzw. Verordnung - verpflichtet wird, das nicht mehr funktionsfähige Produkt zurückzunehmen.

Rüstzeiten
Sind Arbeitszeit, welche für die Vorbereitung von Maschinen und andere Betriebsmittel (Umbau für Produktion einer neuen Gerätegruppe) benötigt wird.

Sanguiniker
Ist gesellig, gesprächig, teilnehmend, lässig, lebhaft, sorglos und tonangebend! Vom Prinzip her eine Person mit welcher man gerne zusammenarbeitet. (weiteres siehe Stichwort: Sozialkompetenz).

Schnelldreher
Als Schnelldreher Bezeichnet man Waren, welche einem schnellen Verbrauch, bzw. Verkauf in einer vorgegebenen Zeitperiode unterliegen. Die Waren realisieren eine kurze Durchlaufzeit und sind leicht zu disponieren, da in der Regel kein Bestandsrisiko eingegangen werden muß. Eine just-in- time, bzw. just in sequenz - Lieferung ist bei
A- Produkten mit hoher Umschlägshäufigkeit am besten geeignet!

Schnittstellen
Hier sind nicht die IT-Schnittstellen gemeint, an welchen Daten ein- , bzw. ausgelesen werden können, sondern Schnittstellen im Unternehmen. Diese Schnittstellen entstehen überall dort:
 - an denen Material von einem Bereich in einen anderen übergeht,
 - an denen Informationen ausgetauscht werden,
 - an denen Kompetenzen aufeinnander treffen.
Genau an diesen Punkten sind Störungsquellen. Daher ist es wichtig, diese Schnittstellen weitestgehend zu optimieren, oder im besten Fall zu reduzieren.

second source
Übersetzung: Zweite Quelle. Um eine störungsfreie Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Abhängigkeit von einem Lieferanten zu vermeiden, kann für ein Produkt ein zweiter Lieferant hinzugezogen werden. Dies erhöht die Motivation des “Erstlieferanten“ und führt zu einem, für den Einkauf sehr förderlichen Konkurrenzverhalten beider Lieferanten. Mögliche Nachteile sind: Die Bedarfsmenge wird auf zwei Anbieter verteilt, so daß keiner der beiden Anbieter den wirtschaftlichsten Preis realisieren kann. Werkzeug- und Vorrichtungskosten fallen ebenfalls zweimal an.
Hinweis: Obwohl es sich um das gleiche Produkt handelt, muß erkennbar sein, von welchem Lieferanten das jeweilige Teil ist (Kennzeichnungspflicht).

semi knocked down (SKD)
Ein Fahrzeug wird nur in bestimmten Teilen und Graden montiert (Halbzerlegt).
Grund können veränderte Zollsätze für die Einfuhr von Fahrzeugteilen statt ganzer Fahrzeuge sein. Oft ist aber auch eine verringerte Sperrigkeit die Ursache vom Einsatz der SKD-Aktionen. Bei einem Bagger werden in diesem Zusammenhang raumaufwendige Auslegerarme demontiert, um günstigere Transportkosten zu realisieren!

Servicegrad
Dieser zeigt prozentual an, wieviele Aufträge (Nachfragen) im Verhältnis zu den gesamten Aufträgen erfüllt wurden. Das höhere Lagerbestände einen höheren Servicegrad begünstigen ist nachvollziehbar. Allerdings verursachen höhere Lagerbestände auch höhere Kosten. Für genau diese Problematik sucht jedes Unternehmen die passende Lösung und Strategie. Ziel ist es mit geringen Lagerbeständen einen möglichst hohen Servicegrad zu erreichen.

Sicherheitsbestand
Bestandsmenge dient der Sicherheit um außergewöhnliche Bedarfsschwankungen abzufangen und soll nicht angebrochen werden. Dieser Sicherheitsbestand soll Beschaffungszeitüberschreitungen ausgleichen und den ordnungsgemäßen Materialfluß gewährleisten. Andere Bezeichnungen hierfür sind der Eiserner Bestand und der Mindestbestand.

smartPRO
smartPRO funktioniert als Einkaufsallianz und bündelt in Warengruppen mit über 10 Mio. B2B-Artikeln die Bedarfe unserer Kunden. Sie profitieren direkt von der Vielzahl verhandelter Kataloge und Warengruppen

Sollbestand
Das ist der, in der Lagerbuchführung (Karteikarte, Lagerdatei) geführte Lagerbestand. Der Idealfall tritt ein, wenn Soll- und Ist-Bestand einander entsprechen.
Beispiel: 10 Stück eines Gutes werden in der Lagerdatei als Sollbestand geführt. Hat nun der verantwortliche Lagermitarbeiter /-in auch körperlich 10 Stück (Ist-Bestand) in der Lagerkiste am richtigen Lagerplatz vorrätig, so kann der Disponent/-in auch in Zukunft genau die Bedarfe vorhersagen.
Umkehrschluß: Gibt es bereits im Lager Bestandsdifferenzen, so kann die Disposition nur schwer die tatsächlich benötigten Bedarfe errechnen und an den Einkauf melden. Herrscht in diesem Zusammenhang in einem Unternehmen eine schlechte (unzuverlässige) Datenqualität, so wird entweder die Disposition und / oder der Einkauf größere Mengen ordern, als dies im Regelfall notwendig gewesen wäre!
Hinweis: Lagerbestände binden wertvolles Kapital und senken die Liquidität.

Sonderladungsträger (SLT)
Sonderladungsträger werden umgangssprachlich kurz als SLT bezeichnet. Desweiteren gibt es Kleinladungsträger (KLT) und Großladungsträger (GLT)

Sozialaudit
Der Auftraggeber (Einkäufer/-in) möchte auf diese Weise etwas mehr über die Motivation der Lieferantenmitarbeiter, die Freundlichkeit, den Ausbildungstand und die Kompetenz erfahren.

Sozialkompetenz
Dies erfordert den erfolgreiche Umgang mit Menschen durch Kommunikation, Motivation und der entsprechenden Beachtung der Vorbildfunktion.

Sperrlager
Dient als abgegrenzter Lagerplatz für Teile, die aus unbestimmten Gründen zur Zeit nicht einsatzbereit sind. Gründe hierzu können sein: Falschlieferung des Lieferanten oder der eigenen Fertigung oder Montage, hinsichtlich der Maßen, der Qualität, des Werkstoffes, der Mengen und Toleranzen. Die Hauptaufgabe besteht jetzt darin, diese Waren wieder in den Produktionskreislauf kostengünstigst zurückzuführen. Alternativen für gesperrtes Material sind lediglich die Rücklieferung durch den Einkauf, das Nacharbeiten durch Fertigung oder Montage oder aber das ordnungsgemäße Entsorgung auf eigene Kosten oder auf Kosten des Lieferanten.

Spezifikationskauf
Hierbei handelt es sich um einen Kaufvertrag, bei dem der Käufer zu einem späteren Zeitpunkt die genaue Ausführung der Ware bestimmen kann.

Sponsoring
Der Sponsor stellt beispielsweise einem Verein, Geld- oder Sachmittel zur Verfügung. Der Sponsor hofft natürlich darauf, das sein Marketingziel, die Kundengewinnung, kurz-, mittel- oder langfristig erfüllt wird.

Stichprobeninventur
Hier fordert der Gesetzgeber, daß anerkannte mathematische-statistische Methoden zugrunde gelegt werden. Es wird die Schätzstichprobe und die Annahmestichprobe unterschieden.

Störung (Abweichung vom Plan)
Als Störung wird beispielsweise bezeichnet, was die Auslieferung der Waren an den Kunden verzögert oder gar verhindert. Störungen werden im Rahmen der Störungs- oder Schwachstellenanalyse ermittelt und müssen unverzüglich, also sofort beseitigt werden!
Gründe für eine Störung (Abweichung vom Plan) sind:
 - personelle Schwachstellen
 - technische Schwachstellen
 - organisatorische Schwachstellen
 - mangelhafte Datenqualität

Streckengeschäfte
Der Kunde wird vom Hersteller beliefert, obwohl beim Händler bestellt wurde.
Beispiel: Mehrere (kleinere) Bedarfsträger bestellen Waren bei einem Händler. Dieser sammelt die Bedarfsmengen und vergibt die Gesamtmenge als Auftrag an einen Hersteller oder Großhändler. Die Auslieferung an die Bedarfsträger erfolgt dann direkt vom Hersteller oder Großhändler.
Vorteile: Durch Bündelung der Kleinaufträge wird in der Regel ein niedriger Kaufpreis erzielt (Mengenrabatt) und die logistischen Prozesse optimiert. 
Hinweis: Die Rechnungsstellung erfolgt durch den Händler.

Stückliste
Beispiel: Strukturstückliste. Diese beinhaltet die Auflistung aller Bestandteile eines Produktes. Gegliedert wird diese Stückliste in Baustufen, so daß die Übersichtlichkeit und das Disponieren erleichtert wird.
Die Baustufen beginnen immer oben mit dem Endprodukt (Stücklistenstufe 0) und werden dann in der Stücklistenstufe 1, 2, 3, usw. immer weiter nach unten in die Einzelteile zerlegt.

Stücklistenauflösung
Die Aufgliederung einer Stückliste in die Summe aller Bauteile, die notwendig sind, um ein Stück, bzw. eine gegebene Menge einer Baugruppe oder eines Enderzeugnisses zu fertigen. Der Absatzplan eines Unternehmens gibt an, zu welchem Termin, welche Menge eines bestimmten Produktes verkaufsfertig hergestellt sein muß. Somit müssen alle, in der Stückliste aufgeführten Bestandteile dieses Produktes termingerecht zur Verfügung stehen. Die Dispositionsverantwortlichen haben nun die Aufgabe, unter Berücksichtigung der Fertigungszeiten, der Wiederbeschaffungszeiten (WBZ) und der verfügbaren Lagerbestände zu ermitteln, welche Güter und Dienstleistungen benötigt werden und wann diese verfügbar sein müssen. Die Disposition ist über die jeweiligen Wiederbeschaffungszeiten informiert und gibt dem Einkauf vor, welche Teile zu welchem Termin, in welcher Menge zu beschaffen (Einzukaufen) sind.

Teilelager

Allgemeiner Begriff für die Lagerung von klein- und mittelvolumigen Teilen aller Art. Abgeschlossener, getrennter Vorratsraum für Waren aus der Fertigung und Montage.
Welches Lagerordnungssystem (Festplatzsystem oder Freiplatzsystem) sich hierfür eignet, hängt von einer ganzen Reihe von Faktoren ab. Zum einen kommt es auf die zu lagernden Produkte, der Lagereinrichtung, der Lagergestaltung, zum anderen aber auch auf den zur Verfügung stehenden Platz an.
Hinweis: Teilelager wird häufig auch Haupt- oder Zentrallager genannt!


time is money
Übersetzung: Zeit ist Geld. 
Der Grundsatz eines jeden Einkäufers, einer jeden Einkäuferin. Leerzeiten müssen vermieden werden, um Zeit für das wesentliche und vor allem gewinnwirksame zu haben.


total cost of ownership (TCO)

Beinhaltet alle Kosten, die ein Produkt verursacht, solange es in unserem Verantwortungsbereich ist.

total quality management (TQM)

Dieses Konzept verfolgt ein umfassendes Qualitätsmanagement. Dieses Qualitätsmangement bezieht alle Abteilungen, Arbeitsabläufe, Prozesse und Verfahren mit ein. (siehe Qualitätsmanagement QM)


Transportarten
Folgende Transportarten werden unterschieden:
Güterkraftverkehr, Paketdienste, Eisenbahngüterverkehr, Luftfrachtverkehr, Binnenschifffahrt, Seeschifffahrt, Rohrleitungssysteme, kombinierter Verkehr.

Transportkosten
Bestandteil des Nettoeinstandpreises. Auch wenn Lieferant frei Haus liefert, trägt in der Regel der Kunde die Transportkosten, da diese im Angebotspreis einkalkuliert sind.
Die Minimierung der Transportkosten ist durch kurze Wege (Lieferantennähe), Wahl des kostengünstigsten Transportmittels, Frachtoptimierter Verpackungs- und Gebindegrößen möglich.

Transportrisiko/Transportversicherung
Gemäß § 447 BGB
geht die Gefahr des Untergangs auf den Käufer über, sobald die Ware dem Frachtführer übergeben wurde. Auch bei frachtfreier Lieferung kann nicht zwangsläufig von einer Risikoübernahme durch den Lieferanten ausgegangen werden.
Hinweis: Besonders bei hochwertigen Teilen (A-Güter, Maschinen, usw.), sollte der Gefahrenübergang ausdrücklich definiert und der Abschluß sowie die Kostenübernahme einer Transportversicherung geklärt werden.


Treu und Glauben

Im § 242 BGB hat der Gesetzgeber festgelegt, daß Leistungen so zu erbringen sind, wie es Treu und Glauben, mit Rücksicht auf die “Verkehrssitte“ erfordern. Ausdrücklich soll mit diesem Paragraphen die Üblichkeit, das “normale“ Handeln in einem Fall eingebracht werden.
Hinweis: Wichtige Argumentationsgrundlage bei einer Verhandlung.

 

Umschlagshäufigkeit
Die Umschlagshäufigkeit errechnet sich aus dem Jahresverbrauch geteilt durch den durchschnittlichen Lagerbestand. Das bedeutet mit einfachen Worten: Es wird errechnet wie häufig wird der komplette Wareneingang getätigt und wie oft pro Zeiteinheit (zum Beispiel:1 Jahr) wird dieser auch wieder aufgebraucht.
Hinweis: Diese Kennzahl gibt nur bedingt Aufschluß über den eventuell günstigsten Lagerplatz. Erst die Zugriffshäufigkeit zeigt wo die Ware sinnvoll eingelagert werden soll.


universal mobile telekommunications system (UTMS)
Dies ist eine Mobilfunktechnik mit der sich große Datenmengen schnell auf ein Handy übertragen lassen. So sind Videotelefonate zwischen zwei UTMS-Kamerahandys möglich.


unic market position (UMS)

Beschreibt insbesondere die Unternehmenspositionierung pro Position.


unic selling position / pro position (USP)
Die USP eines Unternehmens, zum Beispiel eines Lieferanten, beschreibt das einzigartige Verkaufsversprechen, bzw. das Alleinstellungsmerkmal.

vendor managet inventory
Der Lieferant (Lieferpartner) übernimmt die Bestandskontrolle und realisiert permanente Versorgungssicherheit.

Verhandlung/Besprechung

Möglichkeit des Einkaufs, Angebote oder vorhandene Gegebenheiten im Sinne einer langfristigen und kostengünstigen Versorgung zu verändern. Der Verhandlungserfolg und die Verhandlungsführung prägen das Image des Einkaufs und des Einkaufsverantwortlichen. Eine zügige und zielorientierte Verhandlungsführung wird durch eine gute Verhandlungsvorbereitung und durch das Medium “Checkliste“ unterstützt.

Verkäufermarkt

Einer bestimmten Nachfragemenge steht einer wesentlich kleineren Angebotsmenge gegenüber. Dies führt in der Regel zu einem hohen Preisniveau und zu langer Lieferzeiten. Schwierige Marktsituation, schwierige Verhandlungsbasis für den Einkäufer.
Hinweis: Verkäufermarkt kommt dem Verkäufer zu gute.

Verlängerte Werkbank
Das verarbeitende Gewerbe (Industrie) vergibt gewisse Tätigkeiten an einen Lieferanten, welcher idealer weise nah beim Kunden ansässig ist. Diese, ursprünglich im eigenen Unternehmen ausgeführte Tätigkeiten werden nun durch andere Unternehmen ausgeführt. Tätigkeiten werden aus Kosten-, Kapazitäts- oder Termingründen an leistungsfähigere Anbieter vergeben.
Beispiel: Blechgehäusehersteller läßt das Lackieren von einem Spezialbetrieb durchführen.

Verpackungskosten
Diese sind Bestandteil des Einstandpreises. Die Reduzierung dieser Kosten kann dadurch erreicht werden, daß die Verpackung auf ein sachlich notwendiges Maß reduziert werden. Vielleicht kann man in Einzelfällen sogar völlig darauf verzichten. Grundsätzlich muß einem Einstandspreis noch der Betrag für die Rücknahme (Pflicht des Verkäufers) und die Entsorgung der Verpackung hinzugerechnet werden. Bei der Auftragsvergabe sollte der Einkäufer/-in auf recyclefähige Verpackungen oder Mehrwegverpackungen (Pendelverpackungen) achten. Natürlich ist es auch möglich die Verpackungskosten durch die Reduzierung der Verpackungsvarianten (zum Beispiel: Anzahl der Sonderrillungen im Karton) zu senken! Auch kann ein Wechsel des Packmittels (Folie, Schaum, Karton, Chips, Papier, usw.) zu einem spürbaren gewinnwirksamen Beitrag des Einkaufs führen.
Hinweis: Mit einer Reduzierung der Umweltauflagen ist nicht zu rechnen!


Versand
Abteilung, bzw. Tätigkeit, Sendungen (Pakete, Kommissionen) zu verschicken, versenden, abzufertigen.

Versorgungssicherheit

Die Materialwirtschaft muß dafür sorgen, daß die planmäßig benötigten Güter- und Dienstleistungen termingerecht verfügbar sind. Dies kann unter anderem durch eine sorgfältige Vertragsgestaltung und ein verantwortungsbewußtes “Materialmanagement“ realisiert werden. Außerplanmäßiger Bedarf kann durch ein Lager, allerdings ist dies in der Regel kostenintensiv oder durch kurze Wiederbeschaffungszeiten abgedeckt werden.
Hinweis: Ziel muß immer die Realisierung der geplanten Versorgungssicherheit sein!

Vertrag
Setzt generell zwei übereinstimmende Willenserklärungen voraus, die grundsätzlich in allen Punkten übereinstimmen müssen.


Vertragsgestaltung

Es ist gerade für den Einkauf unabdingbar, daß über alle kostenwirksame Punkte Einigkeit erzielt wird. Die Gestaltung (Ausführung) eines Vertrages im Sinne einer kostengünstigen Versorgung kann unter anderem durch eine erfolgreiche Vertragsverhandlung herbeigeführt werden. Dabei muß bedacht werden, daß eine Bestellung in der Regel kein Vertrag, sondern nur ein Antrag auf Vertragsabschluß ist. Ein Vertrag kommt erst durch die übereinstimmende Willenserklärung des Lieferanten zu stande. Grundsätzlich sollten in jedem Vertrag, zumindest jedoch bei Verträgen für A - Produkte, ausdrücklich Vereinbarungen über mögliche Störfälle enthalten sein. Zum Beispiel: Was passiert wenn die Liefertermine nicht eingehalten werden, wenn die Abnahmemenge überschritten oder unterschritten wird, wenn Änderungen am Produkt notwendig sind, wenn zusätzliche Werkzeugkosten anfallen. Zielsetzung: Eindeutige und unmißverständliche Vertragsgestaltung und Vertragsformulierung, um eine langfristige Versorgung zu sichern und um im Störfalle unverzüglich reagieren zu können sind Pflicht. 
Ziel: Wasserdichte Verträge realisieren

Wareneingangslager Neue Warenlieferungen bleiben bis zur vollständigen Wareneingangsbuchung, von dem des Teilelagers oder ähnlichem getrennt. Das Wareneingangslager hilft die entsprechende Trennung des Materials am Stichtag der Inventur umzusetzen. Werkzeuglager Lagern von Werkzeugen und Vorrichtungen vornehmlich für Fertigung und auch Montage. Weihnachten Bis zum 15.12 sollen alle Projekte abgeschlossen sein. Ware zum Mann (WzM) Beim Kommisionieren wird die Ware zum Kommisionierplatz mittels 
Technik transportiert und bereitgestellt. 
Beispiele: Ob der Paternoster (horizontales Umlaufregal), das Karuselllager (Vertikales Umlaufregal) und das Lagerliftsystem, alle bringen jeweils die Ware zu einem vorgegebenen Ausgabefenster.
Vorteile: Die Ergonomie, die kurzen Wege und somit auch das schnelle, sichere, wirtschaftliche und fehlerfreie Bereitstellen (Kommisionieren) der Ware.
Nachteil: Hier stehen in erster Linie die hohen Anschaffungskosten der Geräte im Vordergrund..
Hinweis: (siehe in diesem Zusammenhang auch „Mann zur Ware“ MzW) win-win-Strategie Im Vordergund steht das Ziel, das beide Seiten (Einkauf und Verkauf) von einer Vereinbarung, oder einem bestimmten Sachverhalt profitieren. WLAN Diese Abkürzung steht für „wireless local area network“. Über Funk können verschiedene Computer miteinnander und dem Internet kommunizieren. 
Nachteil: Je mehr Wände, Decken und Stahlträger die Verbindung stören, desto geringer ist die Datenrate. (siehe Datenrate) worst case Beschreibt den „schlimmsten Fall“, den GAU (größter anzunehmender Unfall).
Dieser Ausdruck wird häufig „umgangssprachlich“ in der Industrie, Planung und Entwicklung verwendet. Meist in Bezug auf Fehlteile, Bandstillstand, Kundenverlust, Auftragsstornierung, u.ä 
Hinweis: Das Gegenteil des worst case ist der best case. Ein durchschnittlicher Fall wird als average case bezeichnet.

X Y Z – Analyse

Die einzukaufenden Güter und Dienstleistungen werden, bezüglich der Mengen- und terminmäßigen Vorhersagegenauigkeit geordnet.
X - Produkte: Sehr hohe Vorhersagegenauigkeit. Sie sind langfristig planbar und unterliegen nur geringfügigen Schwankungen. Ideale Konstellation für den Einkauf, da langfristige Abnahmevereinbarungen (Rahmenverträge) zu günstigen Einkaufspreisen führen und kein Bestandsrisiko eingegangen werden muß.
Y - Produkte: Mittlere Vorhersagegenauigkeit. Diese Teile sind zwar planbar, es muss jedoch mit Faktoren“, wie Wetter, Mode, und ähnlichem gerechnet werden (Bademode, Regenschirme, Schneeketten).
Z - Produkte: Hier ist keine definitive Vorhersage möglich, das heißt, es sind nur auftragsbezogene Beschaffung realisierbar. Beispiel: Zubehörteile für den Sondermaschinenbau, Ersatzteile, usw. Für die Materialwirtschaft sind diese Teile sehr problematisch, da entweder lange Lieferzeiten oder hohe Lagerkosten in Kauf genommen werden müssen. Als kostengünstige Möglichkeit bietet sich das Pufferlager an.
Hinweis: Zeitintensive Tätigkeiten verschwenden oftmals Geld, da ganzheitliche Betrachtungsweisen in Firmen nicht ausreichend gefördert werden. Die XYZ-Analyse wird leider in vielen Unternehmen nur sporadisch durchgeführt. Das Einsparpotenzial, welches diese Analyse erreicht durch die Wahl der richtigen kostengünstigsten Strategie wird bei weitem nicht ausgeschöpft!

Zeitfenster
Ein Zeitfenster (Zeitrahmen für die Anlieferung) gibt man Lieferanten vor, um die Lieferung weder zu früh noch zu spät zu erhalten! Eine zu früh gelieferte Warensendung verursacht Lagerkosten. Eine zu spät gelieferte Warensendung verursacht Fehlmengen. Gerade beim Einsatz der „just in time –Strategie“ (JIT), bei welcher keine oder nur sehr geringe Lagerbestände vorgehalten werden, ist die pünktliche Anlieferung der Ware ein wesentlicher Bestandteil.

Zeitlich verlegte Inventur

Die Aufnahme der Lagerbestände erfolgt nicht zum Bilanzstichtag, sondern innerhalb der letzten 3 Monate nach dem Bilanzstichtag, oder zwei Monate vor dem Bilanzstichtag. Für die Durchführung dieser Inventurmethode verbleiben also demnach 5 Monate!

Zentraleinkauf

Die Einkaufstätigkeit wird nicht von dem jeweiligen Bedarfsträger (Herstellungs- oder Handelsbetrieb), sondern von einer übergeordneten Einkaufsabteilung ausgeführt. Erhebliche Kosteneinsparung durch günstigere Einstandspreise. Diese werden durch Bündelung der Bedarfsmengen erreicht. Außerdem hat man insgesamt gesehen einen geringerer Personalbedarf, welcher sich dann ebenfalls kostensenkend auf das Betriebsergebnis niederschlägt.

Zentralisierung

Verlagerung der Kompetenzen auf höhere Instanzen. Autoritäres Führungsprinzip, welches sich besonders in Krisensituationen und in der Durchsetzung von bestimmten (harten) Entscheidungen bewährt hat.
Beispiel: Reduzierung der Lieferantenanzahl um 80 %, oder Reduzierung der Lagerbestände um 50% bei gleichbleibender Versorgungssicherheit.


zero-based analyse
Übersetzung: Analyse die von “Null“ ausgeht. Bei dieser Analyse sollen alle Güter, Dienstleistungen und Arbeitsabläufe daraufhin überprüft werden, ob sie die Unternehmensziele, zum Beispiel den Unternehmensgewinn positiv beeinflussen. Wenn dies nicht der Fall ist, können diese ersatzlos gestrichen, also auf null zurückgefahren werden. Die als sinnvoll betrachteten Güter-, Dienstleistungen und Arbeitsabläufe sollen geprüft werden, ob die Ausführung nicht einfacher (kostengünstiger) realisiert werden kann. Alles “Überflüssige“, (nicht gewinnwirksame), soll gestrichen werden. (siehe diesbezüglich auch “Entfeinung und
„lean sourcing“).

Zum Schluss
Im Rahmen des ständig steigenden Kostendrucks und der damit verbundenen hohen Anforderung an den Einkauf, die Versorgung des Unternehmens langfristig und kostengünstigst zu sichern, wird der erfolgreiche arbeitende Einkauf immer mehr zum Gewinngarant. Schwindende Absatzmärkte und sinkende Umsatzzahlen zwingen die Unternehmen zu rigorosen Einsparungen. Wer also kann das besser durchsetzen als die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Einkaufs?
Merke: Eine alte Kaufmannsregel besagt, der Gewinn liegt im Einkauf

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